Lemsdorf l Die Vorzeichen vor dem zwölften Spiel der Classickegler des Magdeburger SV 90 in der laufenden Zweitligasaison waren relativ deutlich. Der Tabellenzweite MSV 90 empfing mit dem SV Geiseltal Mücheln II den aktuellen Tabellenvorletzten. Das Endergebnis von 5 447:5 266 Holz für den MSV redete dann auch eine deutliche Sprache, obwohl die Gäste zwei Drittel der Begegnung offen gestalten konnten. Erst im letzten Durchgang brachen die Elbestädter endgültig die Gegenwehr der Geiseltaler und setzten sich doch noch deutlich ab.

Mit dem Selbstbewusstsein aus dem Auswärtssieg in Ohr-druf wollte der MSV nun auch endlich wieder einmal zuhause überzeugen und dies gelang auch. Keinesfalls wollten die Landeshauptstädter die vierte Saisonniederlage kassieren und nahmen sich vor, von Beginn an Druck ausüben.

Das MSV-Startduo Wunderlich und Sommermeyer setzte dieses Vorhaben auch gleich in die Tat um. Generell gab es im ersten Durchgang guten Kegelsport zu sehen, wobei die besseren Ergebnisse auf Magdeburger Seite fielen. Ulf Wunderlich bewies wieder einmal seine Heimstärke und bezwang Steffen Meister mit 941:895 Zählern. Dirk Sommermeyer hatte heute seine besonderen Qualitäten im Abräumerspiel und so dominierte auch er über Hans-Werner Jahnke mit 919:885 Holz.

Im zweiten Durchlauf konterten die Geiseltaler, doch Magdeburg behielt die Nase vorn und den Kopf oben. Steffen Blumtritt (918) konnte überzeugen, doch sein Gegner Frenzl (908) verlor nur wenig an Boden. Ulf Schmidt blieb etwas unter den eigenen Erwartungen und verlor gegen Andre Lange mit 851:884 Kegeln. Somit verkürzten die Gäste ihren Rückstand auf 57 Punkte und durften noch auf einen Schlusspurt hoffen.

Die Lemsdorfer gestatteten allerdings keine gefährlichen Attacken mehr. Uwe Hecht (872) kam wieder über den Kampf und die Kondition ins Spiel und hatte letztlich gegen einen schwachen Lars Fechner (822) keine ernsten Probleme.

Seine aktuell blendende Verfassung stellte Maik Siegemund, mit 946 Tagesbester, gegen Max Mittag (872) unter Beweis. Bereits nach der zweiten Bahn des Finaldurchgangs waren alle Messen gesungen und kämpferische Magdeburger bezwangen aufgebende Müchelner dann noch deutlich.

Mit 181 Kegeln Vorsprung blieben die Zähler verdient an der Elbe und dieser Sieg lässt für die zukünftigen Heimspiele hoffen. Nach einwöchiger Spielpause reist Magdeburg dann zum SKC "Kleeblatt" Berlin II.