Neu Olvenstedt l Der BSV 93 besiegte im Stadtderby der Mitteldeutschen Handball-Oberliga der Männer den HSV Magdeburg nach einigen Startschwierigkeiten am Ende deutlich mit 32:26 (11:12) Toren.

Die Anfangsphase war auf beiden Seiten von Nervosität geprägt. Die Gäste mühten sich überhaupt zu Chancen zu kommen, während der BSV sich zwar klare Gelegenheiten erspielte, diese aber schlichtweg nicht nutzte. Nachdem der BSV bereits viermal vergeben hatte, fiel der erste Treffer der Partie erst nach drei Minuten zu Gunsten den Gäste.

Nach zehn Minuten kam der BSV zum 3:3-Ausgleich, ging anschließend selbst in Front (6:4). Da sich die BSV-Hintermannschaft aber immer wieder Schaltpausen leistete, wurde aus der zwischenzeitlichen 7:6-Führung erneut ein Rückstand (7:9). In der Folge konnte der BSV ausgleichen. Allerdings schaffte man es nicht, die Vielzahl der Chancen in Zählbares zu verwandeln, so dass es die Gäste waren, die vorlegten.

Der HSV Magdeburg agierte dabei wie eine typische Auswärtsmannschaft, spielte seine Angriffe extrem lang aus, um nicht durch Konter schnelle Gegentore zu fangen. Doch selbst klarste Gelegenheiten aus dem Tempogegenstoß nutzte der BSV an diesem Tage selten im ersten Versuch. Auch eine Auszeit der BSV-Bank Ende der ersten Halbzeit konnte die Heimsieben nicht wachrütteln, so dass es beim Stand von 11:12 in die Kabinen ging.

Statt zur Aufholjagd zu blasen, kassierte der BSV nach dem Wiederbeginn eine Zeitstrafe. Die anschließende Überzahl nutzte der Gegner, um sich zunächst auf drei Tore abzusetzen (11:14).

Doch allmählich erwachten die BSV-Akteure aus ihrem Trott. In der Abwehr war nun deutlich mehr Biss zu spüren. So konnte der BSV zunächst zum 15:15 ausgleichen und lag beim 17:16 erstmals wieder vorn. Der Bann schien nun endlich gebrochen.

Die Hausherren glänzten zwar selten, waren den Gästen aber in fast allen Belangen überlegen. So blieb der Gegner bis zum 19:18 noch auf Tuchfühlung, konnte dann allerdings nicht mehr mithalten. Der BSV-Rückraum, der abwechselnd mit John Bade, Björn van Stigt, Falko Nowak und Marcel Grüneberg besetzt war, konnte jetzt trotz kurzer Deckung fast nach Belieben seine Kreise ziehen. So baute der Gastgeber den Vorsprung kontinuierlich aus. Am Ende gewann der BSV 93 klar mit 32:26 und triumphierte damit zum zweiten Mal in dieser Saison im Stadtderby.

BSV 93: Fredow, Kleineidam - Nowak 7/1, Auerbach, Grüneberg 4, Hanke 3, van Stigt 4, Ordnung, Heinicke 1, Kamm 3, Bischof 1, Thiele 2, Zengerling, Bade 7/1

HSV Magdeburg: Wiesener, Gleß - Kostha 1, Krüger 4, Brunsendorf 2, Keiser 1, Jahns 1, Morquandt, Pigorsch, Krug 3, Leo 2, Poek 12/3