Magdeburg (su) l Nach der Heimniederlage gegen den 1. FC Lok Stendal am vergangenen Wochenende gastiert der MSV 90 Preussen heute Nachmittag im Rahmen des 20. Spieltages der Fußball-Verbandsliga beim abstiegsbedrohten VfB 1906 Sangerhausen. Volksstimme-Redakteur Roland Schulz sprach mit dem Trainer der Sudenburger, Alexander Daul.

Herr Daul, bevor wir auf das heutige Spiel blicken, lassen Sie uns noch einmal auf das Stendal-Spiel schauen. Was war los?

Alexander Daul: Wir haben im Spielverlauf zu spät erkannt, dass wir zu hoch verteidigen und damit für die Stendaler Konter angreifbar waren. Allerdings muss man auch betonen, dass unsere Abwehrkette durch die vielen Ausfälle personell völlig durcheinandergewirbelt wurde, in dieser Formation erstmals zusammen gespielt hat.

Nun folgt heute Nachmittag der Auftritt bei den abstiegsbedrohten Rosenstädtern?

Das wird auf keinen Fall ein Selbstläufer. In dieser Liga bekommt man nichts geschenkt. Man muss sich jedes Erfolgserlebnis hart erarbeiten. Das ist aber auch das Gute nach einer Niederlage. Mit der richtigen Einstellung kann man viel erreichen, eine Niederlage kurze Zeit später wieder wettmachen.

Was erwartet Ihre Mannschaft in Sangerhausen?

Zumindest eine Mannschaft, die weiß, was die Stunde geschlagen hat. Da wir zu 95 Prozent auf dem kleineren Kunstrasen spielen, erwarte ich mehr Zweikämpfe. Wir müssen von der ersten Minute an hellwach sein. Jeder Fehler wird dort sofort bestraft. Das wird also mit Sicherheit kein Leckerbissen. Da muss jeder Spieler alles was er hat, in die Waagschale werfen.

Apropos Spieler. Wie sieht ihre Personalsituation aus?

Nicht so rosig. So wie es jetzt aussieht, werden wir mit gerade einmal zwölf Spielern nach Sangerhausen fahren. Neben den Langzeitverletzten fallen Rothe und Berger aus beruflichen Gründen sowie Göres, Fischer und Trinh verletzungsbedingt aus. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von May. Dafür ist aber Weber wieder mit dabei.

Ein Blick voraus sei gestattet. Warum wurde das Spitzenspiel gegen Barleben vom kommenden Sonnabend auf Ostermontag verlegt?

Nun, sowohl am Sonnabend als auch am Sonntag ist das Heinrich-Germer-Stadion durch die Bundesliga-B-Juniorinnen bzw. die Zweitligafrauen des Magdeburger FFC belegt. Da beide Mannschaften ligatechnisch höher kicken, wir nicht auf Kunstrasen spielen wollten, mussten wir auf Ostermontag gehen.