Nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen verpasste der MSV Börde in der Mitteldeutschen Hallenhockey-Oberliga nur um einen Punkt gegenüber dem ESV Dresden den Titel und Aufstieg in die Regionalliga Ost.

Magdeburg l Dennoch blicken die Stadtfelder um ihren neuen Spielertrainer Jakob Gepp auf ein äußerst erfolgreiches Halbjahr unterm Hallendach zurück. Zwölf Erfolgen stehen mit dem 2:4 gegen Titelträger Dresden und dem 3:4 gegen den Leipziger SC lediglich zwei Niederlagen gegenüber. Die Elbflorenzer konnten das noch toppen, verloren nur fünf Punkte beim 6:7 gegen den MSV Börde und 2:2 gegen Osternienburg II.

Als Aufsteiger ging es den Magdeburgern in der Mitteldeutschen Hallenoberliga vorrangig um die Konsolidierung in der neuen Spielklasse, doch schon recht früh merkten die Börde-Cracks, dass sie durchaus an der Liga-Spitze mitspielen können, auch wenn gleich beim Auftaktturnier Ende November in Leipzig mit der Niederlage gegen den späteren Meister Dresden nicht alles nach Wunsch lief.

Danach folgte ein Lauf von acht siegreichen Spielen, darunter dem 7:6 gegen Dresden Anfang Januar in Freiberg und der Sprung an die Tabellenspitze, ehe es eine Woche später beim Turnier in Torgau die knappe Niederlage gegen die kantigen Messestädter setzte und der ESV Dresden wieder das Führungszepter übernahm. Letztlich änderten auch die vier folgenden Siege des MSV nichts mehr am hauchdünnen Vorsprung der Dresdner, die sich keine Blöße mehr gaben.

Spielerisch sind die Stadtfelder sicherlich zur absoluten Liga-Spitze zu zählen, auch wenn Trainer Gepp nicht entgangen war, dass seine Schützlinge im taktischen Bereich noch einige Reserven aufzuweisen haben. So gab es in einigen, auch siegreichen Partien unnötig enge Spielstände durch mangelnde Übersicht beim Torabschluss sowie Versäumnisse bei der Spielgestaltung.

Dennoch bleibt insgesamt ein sehr positives Saisonfazit, wobei sich das Team von der Harsdorfer Straße in den letzten Jahren immer mehr zu einer Studenten-Mannschaft gemausert hat. Spielertrainer Gepp verstand es, vom Start weg eine Stammformation herauszuprägen, die von Turnier zu Turnier jeweils mit Ergänzungsspielern aufgefüllt wurde. Dabei vertraute der 26-jährige Defensivspezialist, der vom TuS Lichterfelde an die Elbe wechselte, dem eingespielten Personal aus dem Aufstiegsjahr, wobei der Ausfall von Malte Ahrens, Arne Keim sowie Björn Baran durch Studium, Beruf oder Praktikum durch die studentischen Neuzugänge Alexander Noack, Carsten Meyer und vor allem Maik Rolfsmeyer mehr als wettgemacht wurde.

Da für das Winterhalbjahr keine zweite Mannschaft gemeldet wurde, wussten alle Akteure außerhalb der Stamm-Truppe, dass ihre Hallenzeit gering ausfallen wird. Ausnahme bildete lediglich das Heimturnier am 2. Spieltag Ende November, bei dem insgesamt 15 Akteure zum Einsatz kamen, so dass es im Saisonverlauf insgesamt 17 Herren waren, die den Börde-Dress trugen. Maik Rolfsmeyer, Joschas Vonderlin, Stephan Zeilinga sowie Jakob Gepp bestritten alle 14 Partien. Neuzugang Rolfsmeyer aus Potsdam war zudem mit 30 Treffern der Top-Torjäger des MSV Börde.

Abschlusstabelle

1.ESV Lok1485:4037

2.MSV Börde1486:4236

3.HCLG Leipzig1479:7027

4.Osternienburger HC II1456:6519

5.Leipziger SC1463:6314

6.TSV Torgau1448:6614

7.PSV Chemnitz1456:5712

8.Freiberger HTC1449:1191