In der 2. Wasserball-Bundesliga Ost trennten sich Gastgeber WU Magdeburg und die SGW Dresden unentschieden 7:7 (1:2, 3:1, 1:2, 2:2).

Stadtfeld l Vor dem Spiel wurde der langjährige Stammspieler Nils Wiese von WUM-Präsident Silvio Schulle verabschiedet. Die Zuschauer honorierten Wieses langjährigen Einsatz als Spieler und Jugendtrainer mit viel Applaus. Der gebürtige Bremer verlässt Magdeburg berufsbedingt.

Bereits vor dem Anschwimmen musste WUM-Trainer Holger Dammbrück auf seine Stammkräfte Thomas Postera und Max Lehnert (beide familiär begründet) sowie Ilia Butikashvili (krankheitsbedingt) verzichten. Dafür rückten erneut die Youngsters Max Schmidt und Kevin Grulke sowie eben Nils Wiese mit seinem letzten WUM-Einsatz ins Team.

Trotz der personellen Misere wollten die Magdeburger das Spiel gewinnen, um nach Pluspunkten in der Tabelle an den Dresdnern vorbei zu ziehen. Doch bereits nach fünf Minuten lagen die Magdeburger mit 0:2 zurück. Jetzt machten sich die gut 100 Zuschauer bemerkbar. Das stachelte die WUM-Aktiven offenbar an und dem an diesem Tag super aufgelegter Tom Hagendorf gelang der 1:2-Anschlusstreffer.

Im zweiten Viertel lief es dann besser. Tore von erneut Hagendorf, Lukas Schulle und Frederic Wolfgram sorgten für eine 4:3-Pausenführung.

Da sich beide Mannschaften in der Folge an den Deckungen aufrieben und auch eine Reihe von Chancen vergaben, blieb es eng. Ein erneuter Treffer von Tom Hagendorf brachte nach dem dritten Viertel den 5:5-Gesamtspielstand.

In den letzten acht Minuten gaben beide Mannschaften alles, wobei die Magdeburger den besseren Start erwischten und durch Hagen Leditschke mit 6:5 in Führung gingen. Diesen Vorsprung konnte Hagendorf mit seinem vierten Treffer auf 7:5 ausbauen. Da waren noch 3:21 Minuten zu spielen. Doch die Sachsen ließen sich nicht abschrecken, machten sehr viel Druck auf das Magdeburger Tor und kamen auf 7:6 heran.

In den Schlussminuten ging bei den Magdeburgern die Ordnung verloren und Dresden kam 20 Sekunden vor Spielende zum 7:7-Ausgleich. Ein letzter Heber von Schulle landete nur an der Querlatte des Dresdener Tores.

"Wir haben heute einen Punkt verschenkt", urteilte WUM-Trainer Dammbrück nach dem Spiel, "Mit etwas mehr Ordnung und Disziplin war ein Sieg gegen starke Dresdener durchaus drin. Aber letztendlich geht das Unentschieden in Ordnung."