Magdeburg l Landesderbys haben von jeher eine besondere Brisanz. Die Spiele der SCM-Zweiten beim SV Anhalt Bernburg besonders, denn noch nie konnte Bennet Wiegert in der Bruno-Hinz-Halle gewinnen, weder als Spieler, noch als Trainer. Vor fast genau einem Jahr, am 4. April, verloren die Youngsters dort mit 32:37.

Und auch diesmal sind die Saalestädter heiß, haben einen Lauf, verloren letztmalig am 29. November ein Heimspiel - 25:32 gegen die SG LVB Leipzig. "Wir haben den Zweiten HC Elbflorenz entzaubert. Wir wollen den Rückenwind nutzen und werden mit breiter Brust auflaufen", verspricht SVA-Coach Christian Pöhler in der Mitteldeutschen Zeitung.

Auch dessen Kollege Wiegert lässt nichts ungenutzt, um den Bock in Bernburg umzustoßen. "Groß auf die Bedeutung hinzuweisen und den Jungs die Brisanz deutlich machen, muss ich in der Vorbereitung sicherlich nicht", so der Youngsters-Trainer, erinnerte seine Schützlinge an die gemeinsam zu Saisonbeginn formulierte "Zielvereinbarung", in der es heißt: "Insbesondere die Landesderbys wollen wir nicht verlieren."

Nun klappte das in Dessau bekanntlich nicht, da verloren die Youngsters mit 23:29. Darum lässt Wiegert diesmal auch in personeller Hinsicht keine Luft dran. So sollen auch Alexander Saul und Tomasz Gebala, die am Mittwoch im Bundesligaspiel bei der MT Melsungen nur auf der Bank saßen und auch am Sonnabend gegen Friesenheim wieder im Kader stehen, vom Sportlichen Leiter des SCM, Steffen Stiebler, extra aus Kassel mit zurück nach Magdeburg gebracht, damit sie heute Abend in der zweiten Mannschaft dabei sein können. Auch alle anderen Elbestädter sind fit.

Tim Ackermann, der im vergangenen Sommer vom SCM zum SV Anhalt ging, meinte vor dem heutigen Derby: "Natürlich bin ich besonders motiviert. Es wird richtig zur Sache gehen. Nicht nur ich, sondern die ganze Mannschaft ist heiß und wird sich für die zwei Punkte voll reinhängen."

Bennet Wiegert selbst verliert nur sehr ungern. Zuletzt beim TV Kirchzell wurde er noch in allerletzter Sekunde disqualifiziert, weil er, obwohl bereits zuvor mit einer Zeitstrafe bedacht, das Spielfeld betrat, um seine Akteure Philip Ambrosius und Vincent Sohmann zu schützen.

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