Dresden/Magdeburg (jbr/hm) l Ein SMS-Ergebnisdienst machte die SCM-Youngsters gestern nach dem überzeugenden 28:23 (15:7)-Erfolg beim Verfolger HC Elbflorenz etwas überschwänglich zum "Deutschen Meister", doch auch der vorzeitige Staffelsieg in der 3. Liga Ost der Männer ist aller Ehren wert.

Schade, dass die SCM-Zweite laut DHB-Regularien nicht aufsteigen darf. Im letzten Saisonspiel am Freitag daheim gegen Burgdorf II soll es nun ein "Schaulaufen" geben.

Dabei begann die Partie, die für die ambitionierten Gastgeber das Endspiel um den angepeilten Staffelsieg bedeutete, überhaupt nicht gut. Nach zehn Minuten führten die Elbflorenzer, denen nur ein hoher Sieg Chancen auf den direkten Aufstieg belassen würde, mit 6:2. Dann nahm Youngsters-Coach Bennet Wiegert seine erste Auszeit.

Danach lief es für die Gäste. Philip Ambrosius im Tor steigerte sich zusehends, die Abwehr bekam besseren Zugriff. Kreisspieler Rico Göde (vor der Pause nur ein Tor) wurde von der SCM-Abwehr konsequent gedoppelt, so dass die Gastgeber zunehmend auf Rückraum-würfe angewiesen waren.

Was dann allerdings zwischen der 14. und 32. Minute abging, muss noch Tage danach ein Albtraum für HCE-Trainer Peter Pysall sein. Die jungen Magdeburger legten einen 14:0-Lauf hin, der den 550 Dresdner Zuschauern eine Gänsehaut und den Gästen nach 3:7-Rückstand eine 17:7-Führung (32.) bescherte.

Damit war die Partie praktisch entschieden, konnte Wiegert fleißig durchwechseln und allen Akteuren Einsatzzeiten geben. Zwar gelangen Göde in der zweiten Halbzeit dann noch sieben Tore, doch wussten die Magdeburger immer eine Antwort, gestatteten dem entzauberten Rangzweiten erst in der Schlussphase noch etwas Ergebniskosmetik.

Während Pysall später grummelte: "So schwach waren wir lange nicht", bemerkte dessen Gegenüber Wiegert: "Wir wollen auch nächste Saison wieder oben mitspielen."

SCM II: Ambrosius, Link - Richter 4, Saul 6, Uscins, Zimmermann 3, T. Gebala 5, Sohmann 3/2, M. Wasielewski 2, J. Wasielewski 1, Michael 1, Kluge, Wiebe 1, M. Gebala 2

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