Bochum/Magdeburg l Bei den 12. Europameisterschaften der Japan Karate Assoziation (JKA) am Wochenende in Bochum stand das 30-köpfige deutsche Team Vertretern aus 15 Nationen gegenüber. Mit dabei auch fünf Karateka des Budo-Karate-Clubs Magdeburg (BKC) und zwei des Hatsuun-Jindo-Karate-Clubs (HKC) Magdeburg.

Den Anfang machten die beiden jüngsten Starter des BKC und EM-Debütanten Adrian Boße und Katinka Ball. Im Kata Einzel blieb der 13-jährige Adrian Boße in der Vorrunde hängen, bot dafür im Kumite eine richtig gute Leistung. Mit drei Siegen in den Vorrunden stand er im Halbfinale einem kampfstarken jungen Engländer gegenüber. Das Duell fand auf Augenhöhe statt und am Ende konnte sich Boße über Bronze freuen. Mit sicheren und fehlerfreien Vorträgen sicherte sich der junge Elbestädter zudem die Goldmedaille mit dem Kata-Team.

Katinka Ball holte im Kumite Einzel den zweiten Platz und stand mit dem Team im Endkampf Tschechien gegenüber, feierte hier den Gewinn ihrer zweiten Silbermedaille.

Danach ging sie im Kata Einzel und Team an den Start. Während das Einzel für Ball keine Finalteilnahme brachte, gab es im Kata-Team-Wettbewerb für die Magdeburgerin mit der deutschen Mannschaft Bronze.

Nachdem die BKC-Starter bereits fünf Medaillen einheimsten, folgten nun die höheren Altersklassen. Paul Boße machte sich als Vorjahres-Vizemeister gerade im Kumite Hoffnungen auf einen erneuten Erfolg in der Ak 16/17, scheiterte jedoch sowohl im Einzel als auch im Team an den Vertretern des früheren "Ostblocks", konnte sich aber immerhin im vorderen Drittel der Leistungsträger präsentieren.

Leonie Diffenê trumpfte erneut in ihrer Paradedisziplin, dem Kata Wettkampf, auf. Im Kata Einzel der 17- und 18-Jährigen erreichte sie ungefährdet das Finale und sicherte sich nach einem starken Finalauftritt den Europameistertitel der Damen. Das deutsche Kata-Team mit Diffenê als Frontfrau ließ auch im Synchronkampf nichts anbrennen, holte ebenfalls Gold. Damit krönte Leonie Diffenê ihre Jugend/Juniorenlaufbahn mit zwei Goldmedaillen und wird ab 2016 ausschließlich bei den Erwachsenen antreten.

BKC-Sensei Tobias Prüfert stand bei der EM in Bochum nicht nur als Trainer und Coach seiner Aktiven auf der Matte, sondern war in der Ak 38 der Männer im Kata Einzel nominiert. In der Finalrunde der besten Vier musste sich Prüfert lediglich einem Russen mit zwei Zehntel Punkten beugen, schrammte hauchdünn am Titel vorbei.

Roman Dinh und Niclas Huckauf vom HKC haben sich bei ihrer internationalen Wettkampfpremiere ordentlich geschlagen, wenngleich nur Huckauf mit dem deutschen Kata-Team den Sprung in die Finalrunde schaffte, am Ende auf dem undankbaren vierten Platz landete.