In der 2. Handball-Bundesliga der Männer empfängt die zweite Mannschaft des SC Magdeburg heute Abend (19.30 Uhr/Hermann-Gieseler-Halle) den Tabellen-15. VfL Edewecht. Youngsters-Trainer Christian Prokop steht im ersten Heimspiel des Jahres vor keiner beneidenswerten Aufgabe, hat zudem seinen Abschied zum Saisonende verkündet.

Stadtfeld. Aufgrund der personellen Veränderungen und des bereits zu Saisonbeginn feststehenden Zwangsabstieges infolge der Spielklassenreform tritt das Sportliche gegenwärtig fast in den Hintergrund. Doch unisono betonen die Verantwortlichen der SCM-Youngsters, die Saison ordentlich zu Ende zu spielen und keine Wettbewerbsverzerrung zuzulassen.

Dass dies keine beneidenswerte Aufgabe ist, bekam Youngsters-Trainer Christian Prokop vor einer Woche bei der 24:30-Niederlage beim ambitionierten HC Empor Rostock zu spüren. Im Spiel eins ohne seinen bisherigen Kapitän Thorsten Salzer, den nicht voll belastbaren Philipp Weber, der gemeinsam mit Benjamin Meschke im Sommer zu den Ostseestädtern wechselt, und den verletzten Linksaußen Niklas Kupfer (Leistenprobleme) wurden den jungen Elbestädtern in der Schlussphase die Grenzen aufgezeigt, gab es gegen die HCE-Routiniers doch noch die befürchtete klare Niederlage.

"Salzers kurzfristiger Wechsel hat in Abwehr und Angriff gleichermaßen eine nicht zu schließende Lücke hinterlassen. Wir waren in Rostock körperlich unterlegen und werden das auch gegen Edewecht sein. Wenn da im Angriff vier Mann mit 95 kg Körpergewicht und mehr auf der Platte stehen, kann mir um meine Jungs schon Angst und Bange werden", so SCM-Trainer Prokop. Der lässt seine Abwehr neuerdings vorrangig im 3:2-1-System spielen, weiß aber auch: "Da werden Fehler offensichtlich und auch sofort bestraft. Wir müssen schnell zu unserer bekannten Aggressivität in der Deckung zurückfinden, ansonsten wird es auch gegen die bulligen Edewechter Angreifer schwer."

Im Gegensatz zum Spiel in Rostock gibt es eine leichte personelle Entwarnung, zugleich aber eine neue Hiobsbotschaft. So ist Weber wieder voll einsatzbereit, hat Kupfer seit Mittwoch wieder mittrainiert. Dafür fehlt mit Tim Hornke der beste Torschütze vom Spiel in Rostock. Der Linkshänder zog sich einen Nasenbeinbruch zu, droht länger auszufallen. Darum werden A-Junior Janke und auch Leskovic wieder dabeisein. Prokop: "Wir dürfen uns keinen Ausfall leisten." Bei dieser Bemerkung hat er noch einmal das Rostock-Spiel mit 13 technischen Fehlern und einer Torwurfeffektivität von nur 45 Prozent im Blick.

Unterdessen ist klar, dass auch der 32-jährige Prokop, der im Sommer 2009 vom HSV Hannover zum SCM kam, zum Saisonende ausscheidet. Der Trainer, der im Sommer auch sein zweijähriges Lehrerreferendariat beendet, dazu: "Ich werde meinen Vertrag über den 30. Juni hinaus nicht verlängern. Das habe ich auch Manager Schmedt mitgeteilt. Was danach kommt, steht noch nicht fest. Noch habe ich nichts Neues."

So gehört der ehrgeizige Coach, dessen Ziel wie als früherer Spieler die 1. Bundesliga ist, in drei Monaten erst einmal zu jenen über gut 250 Spielern aus 18 Teams, die nach Einführung der neuen eingleisigen Zweiten Liga "freigesetzt" werden.

HSG Varel – Wilhelmshavener HV19:31

1.TSV GWD Minden 18592:51628:8

2.Eintr. Hildesheim 18534:489 28:8

3.Post Schwerin 17 484:459 23:11

4.Bad Schwartau 18 544:509 23:13

5.TV Emsdetten 17 525:505 22:12

6.Nordhorn-Lingen 18 521:491 22:14

7.HC Empor Rostock 18 528:519 21:15

8.1. VfL Potsdam 18 532:529 20:16

9.TuSEM Essen 18 502:471 19:17

10.Wilhelmshavener HV 18 523:504 17:19

11.Dessau-Roßlau 18 495:522 17:19

12.SC Magdeburg II 18 521:539 15:21

13.TSV Altenholz 18 477:503 15:21

14.Füchse Berlin II 17 481:508 12:22

15.VfL Edewecht 18 539:558 10:26

16.HSG Varel 18 453:522 7:29

17.HC Aschersleben 17 462:569 3:31