Von Hans-Joachim Malli

Stadtfeld. Am Ende ließen die SCM-Youngsters doch ein wenig die Köpfe hängen, als die 29:35 (16:18)-Heimniederlage gegen Erstliga-absteiger TSV GWD Minden feststand. Aber über weite Strecken des Spiels hielten die jungen Gastgeber gegen den Favoriten gut mit, lagen in der Anfangsphase sogar mit drei Toren vorn - 7:4 (8. Minute).

Doch ein 5:0-Lauf brachte die Grün-Weißen, die auf der Torhüterposition ein Plus hatten, mit 9:7 in Front. Der schwedische Auswahlspieler in Reihen der Gäste, Dalobor Doder, sowie Rechtsaußen Aljoscha Schmidt, beide mit je sieben Toren beste Mindener Werfer, sorgten da für viel Betrieb. Doch die Elbestädter kämpften sich immer wieder zurück, konnten mehrfach den Anschlusstreffer erzielen (14:15, 15:16, später 23:24). Dabei zeichnete sich Nicolay Hauge unter den Augen seiner Freundin Kine als sicherer (Siebenmeter) -Schütze aus.

Doch immer, wenn die Elbestädter Morgenluft schnupperten, glaubten dran zu sein, drehte das Gründungsmitglied der Handball-Bundesliga wieder auf, profitierte auch von teilweise haarsträubenden Fehlern der Gastgeber. So kamen drei weite Abwürfe von Quen-stedt nicht an, wurden Kontermöglichkeiten überhastet vergeben, bot die Abwehr gegen die kompakten Gäste manchmal zu große Lücken, so sehr sich Meschke im Mittelbock auch mühte.

Dennoch feierten die Mindener ihren am Ende etwas zu hoch ausgefallenen Sieg noch auf dem Parkett fast wie den Wiederaufstieg. So war denn SCM-Coach Christian Prokop mit der Leistung seiner Schützlinge grundsätzlich nicht unzufrieden: "Die Jungs haben das Spiel lange offen gehalten. In der ersten Halbzeit waren wir gegen Doder zu offen. Um so ein Spiel zu gewinnen, muss eben alles passen. Ich hätte mir da auch eine stabilere Torwartleistung gewünscht."

SCM II: Quenstedt, Storbeck, Schulz - Leskovec 2, Meschke 1, Hauge 9/4, Weber 5, Hornke 5, Kupfer 5, Thoke 2, Kübler. Schiedsrichter: Porebska/Schween (Lychen). Zuschauer: 500. Siebenmeter: SCM 4/4; Minden 5/3. Zeitstrafen: SCM 4, Minden 3.