Von Hans-Joachim Malli

Stadtfeld. Nur wenig Zeit zum Wundenlecken haben die SCM-Youngsters in der 2. Handball-Bundesliga Nord nach der 29:35-Heimniederlage vom Freitagabend gegen Titelfavorit GWD Minden. Bereits morgen Abend (19.30 Uhr/Hermann-Gieseler-Halle) steht gegen Tabellennachbar TSV Altenholz das nächste Heimspiel an, ehe am Sonntag der Gang zum Tabellenführer Eintracht Hildesheim folgt.

Trotz der am Ende deutlichen Niederlage gegen Minden war Youngsters-Trainer Christian Prokop, der eine Rückkehr zu seinem ehemaligen Verein kategorisch ausschloss, "im Großen und Ganze zufrieden." Allerdings sind dem genauen Analytiker Prokop auch nicht jene Unebenheiten entgangen, die am Ende die Überraschung verhinderten und den Trainer sagen ließen: "Um so ein Spiel zu gewinnen, muss eben alles passen. Und das war heute nicht der Fall."

Das fing auf der Torhüterposition an, auf der zunächst Dario Quenstedt begann, aber nach neun Minuten für Felix Storbeck Platz machen musste. Im zweiten Abschnitt durfte dann auch noch der offensichtlich besonders ehrgeizige Patrick Schulz ran, sah sich aber des Öfteren von seinen Vorderleuten allein gelassen und kassierte zu allem Überfluss auch noch eine Zwei-Minuten-Strafe.

Auch Neun-Tore-Mann Nicolay Hauge, der im Sommer zurück in seine norwegische Heimat geht, war ebenso wenig fehlerfrei, wie der junge Philipp Weber, die sich mehrere Fahrkarten leisteten, dann aber auch wieder mit Super-Treffern glänzten. Und auch Tim Hornke fand im GWD-Keeper Konstantin Madert bei seinem Nachwurf aus spitzem Winkel zum möglichen 23:24 seinen Meister (44. Minute). Gästetrainer Ulf Schefvert fand dennoch lobende Worte für die SCM-Talente: "Ich habe Respekt vor den Youngsters, die spielen einen euphorischen Handball."