Mit Spannung fiebert man beim HSC 2000 dem morgigen Sonntag entgegen. Im vorletzten Saison-Heimspiel empfangen die Magdeburger Zweitliga-Handballerinnen den TuS Lintfort. Dabei feiert der bisherige Co-Trainer Jens Aebi ab 16 Uhr in der Barleber Mittellandhalle seine Premiere als Nachfolger von Grzegorz Subocz und alleinverantwortlicher Trainer.

Magdeburg. Ein vielbeschäftigter Mann ist Jens Aebi derzeit. So standen für den Trainer der 2. Frauenmannschaft des HSC 2000 in den letzten Wochen nicht nur zusätzliche Verpflichtungen mit seiner A-Jugend auf dem Programm, sondern seit neustem auch die Bundesligadamen des Vereins. Nach der Trennung vom bisherigen Cheftrainer Grzegorz Subocz leitet der engagierte 31-Jährige seit knapp zwei Wochen die Geschicke der Bandits und kommt nun morgen gegen Tabellenschlusslicht TuS Lintfort zu seinem ersten Bundesligaspiel als Chefcoach.

Doch trotz der angespannten sportlichen Situation gibt sich Aebi vor seinem Debüt durchaus optimistisch, wenngleich die Zeit für große Veränderungen kaum gegeben war. Neben der laufenden Spielvorbereitung auf die Lintfort-Partie war es für den Ur-Magdeburger vor allem wichtig, dass seine Schützlinge vor dem so wichtigen Heimspiel mal wieder den Kopf frei bekommen. Da kam das vergangene spielfreie Wochenende natürlich wie gelegen, um mit etwas Abstand in die verbleibenden vier Spiele starten zu können.

Dennoch ging es auch für Aebi nicht ganz optimal in Vorbereitung, musste er doch auf die erkrankten Josefine Mendler und Kristin Schüler verzichten. Darüber hinaus hatte auch Torfrau Anne Hofmeister zuletzt mit einigen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, so dass erst am Donnerstag erstmalig alle Spielerinnen wieder voll mit trainieren konnten.

Unter den Anwesenden war auch Nachwuchstalent Daniela Franke zu finden, die am Sonntag den Rückraum der Magdeburgerinnen verstärken wird und natürlich auf entsprechende Einsatzzeiten hofft. Zuletzt konnte sich die mit 1,93 Meter sehr groß gewachsene 18-Jährige unter der Regie von Jens Aebi mit der A-Jugend des Vereins den Landesmeistertitel sichern und dabei mit ihren Toren überzeugen.

Das Ziel gegen Lintfort ist klar. Ein Sieg soll es sein und der möglichst auch mit einer überzeugenden Leistung vor heimischer Kulisse, wie Aebi fordert: "Wir spielen zu Hause gegen den Tabellenletzten, da müssen ganz klar zwei Punkte her. Außerdem wollen wir unserem Publikum auch zeigen, dass wir trotz der sportlichen Talfahrt in den letzten Spielen noch beißen können und das Handballspielen nicht verlernt haben."

Die Statistik spricht übrigens für die Gastgeber, denn in sieben Spielen konnten die Elbestädterinnen gegen Lintfort jedes Mal als Sieger die Platte verlassen und geht es nach Aebi, dann soll das nach dem achten Duell auch noch immer so sein.