Gegen den Landesmeister und Aufsteiger in die Mitteldeutsche Oberliga, den SV Grün-Weiß Wittenberg/Piesteritz, gelang dem BSV 93 vor heimischer Kulisse letztlich ein deutliches 37:26. Gegen die ohne drei Leistungsträger angetretenen Lutherstädter tat sich der Gastgeber aber lange Zeit schwer und lag zur Halbzeit noch mit zwei Toren im Hintertreffen.

Neu-Olvenstedt. Erst als die Gäste kräftig durchwechselten, nutzte der BSV dies konsequent aus und setzte sich rasch ab. Zum Ende der Partie tat der Bronzemedaillengewinner aus der Landeshauptstadt dann noch kräftig etwas fürs Torverhältnis. Mit insgesamt 192 Saisontoren hatte John Bade genauso maßgeblichen Anteil an diesem erfolgreichen Saisonabschluss wie Keeper Florian Fredow, der sein Team speziell in der ersten Hälfte im Spiel hielt.

Da der BSV mit einem Sieg den dritten Platz in der Sachsen-Anhalt-Liga sicher hatte, versuchten die Olvenstedter von Beginn an, der Partie ihren Stempel aufzudrücken. Die Hausherren gingen mit 3:1 bzw. 4:2 in Führung. Doch die Anhalter glichen mit dem 4:4 nicht nur aus, sondern führten mit zwei Toren.

Beim 7:9 sah sich das Trainergespann Eckstein/Lantzsch zu einer Auszeit gezwungen. Die Ansprache fruchtete und der BSV glich prompt aus. Jedoch vereitelte Florian Fredow dabei u.a. drei hochkarätige Chancen des Landesmeisters in Folge. Zwischenzeitlich fing der BSV einige Kreisanspiele ab und startete zu Tempogegenstößen. Die Gastgeber hatten mit ihren zwei Aluminiumtreffern zudem Pech beim Abschluss. Allerdings verpuffte die Wirkung der genommenen Auszeit rasch, sodass der BSV erneut ins Hintertreffen geriet (10:12). Der Zwei-Tore-Abstand hatte dann bis zur Pause Bestand (13:15). Im zweiten Abschnitt begannen die Hausherren furios und drehten das Spiel zum 19:16.

Den Abstand erhöhte der BSV beim 21:17 erstmals auf vier Treffer. Speziell über die zweite Welle bauten die Olvenstedter immer wieder Druck auf. Der "zweite Anzug" der Gäste wollte sich aber noch keinesfalls geschlagen geben und hielt bis zum 27:24 überwiegend durch Einzelaktionen dagegen. Der BSV konnte jedoch nochmals zulegen und drehte in der Schlussviertelstunde richtig auf. Über die schnellen Florian Kamm, Stefan Prax und Clemens Draeger rollten die BSV-Angriffe nach Ballgewinnen aus der eigenen Abwehr heraus. Umgehend konnte man auf 32:25 davonziehen. Damit war nun die Gegenwehr der Lutherstädter endgültig gebrochen. Roman Pethe setzte mit seinem sechsten Tor den Schlusspunkt zum 37:26-Endstand.

Damit beschließt der BSV 93 die Saison 2010/2011 als Dritter der Sachsen-Anhalt-Liga mit dem zweitbesten Angriff und der viertbesten Abwehr.

BSV 93: F. Fredow, Ch. Fredow - Auerbach 3, Bade 8/3, Draeger 5, Goldschmidt 1, Grüneberg 1, Kamm 5, Kolberg 3, Nowak 2, Pethe 6, Prax 3, Zengerling.