Von Jens Aebi

Magdeburg. Mit einem klaren 40:31 (22:15)-Auswärtserfolg beim Dessau-Roßlauer HV verteidigte die Bundesligareserve des HSC 2000 Magdeburg ihren zweiten Tabellenplatz in der Sachsen-Anhalt Liga der Frauen. Dabei konnte sie bereits zum dritten Mal in dieser Saison die 40er- Toremarke knacken.

Die ersatzgeschwächte HSC-Reserve startete konzentriert und erarbeitete sich bis zur 11. Minute schon einen kleinen Vorsprung (8:4). Doch in der Folgezeit ließ man die Zügel ein wenig schleifen. Zwar zeigte man sich in der Vorwärtsbewegung und im Positionsangriff sehr druckvoll und mit viel Zug zum Tor, aber in der Rückwärtsbewegung und in der Abwehr fehlte die nötige Einstellung. Eine kleine Schwächephase des Gegners nutzten die Juniors und bauten ihren Vorsprung weiter aus (17:10), den sie bis zum Pausenpfiff verteidigten.

Die Gastgeberinnen starteten besser in die zweite Spielhälfte und verkürzten bis zur 41. Minute auf 22:25. Nach der Auszeit erkämpfte sich die HSC-Zweite trotz einer erneuten Unterzahlsituation wieder einen Sechs-Tore-Vorsprung (28:22), welchen man bis zum 31:25 verteidigte. Doch plötzlich witterten die Dessauerinnen noch einmal Morgenluft. Doch das lag daran, dass es innerhalb von nur einer Minute drei Siebenmeterentscheidungen mit jeweiliger zusätzlicher Zeitstrafe gegen die Aebi-Sieben gab. So verkürzte der Tabellenachte zwar auf 29:32, doch als die Stadtfelderinnen nach und nach wieder auffüllen konnten, wurden sie ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht.

So zogen die Magdeburgerinnen in den letzten acht Minuten das Tempo noch einmal an und bauten den Vorsprung mit etwas Wut im Bauch wieder aus und gewannen am Ende verdient mit 40:31.

Nun will die HSC-Zweite am kommenden Sonntag gegen den Staffelprimus Aktivist Gräfenhainichen im Halbfinale des HVSA-Pokals möglichst für eine Überraschung sorgen.

HSC 2000 II: Bormann – Garz 4/1, Lampe, Nösel 5, Heimburg 4, Franke 8/3, Degen 5, Els 4, Kracht 4, Kumpf 6.