Alte Neustadt (hoe). Den Regionalliga-Volleyballern des USC Magdeburg gelang mit dem 3:1 (17, -23, 24, 24) am Wochenende gegen Aufsteiger Berliner VV Vorwärts vor heimischem Publikum ein Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt.

Der Entscheidungssatz lag schon in der Luft, doch die Gastgeber schafften es doch noch rechtzeitig, die Nervenprobe im Tiebreak zu vermeiden. Dabei hätten die Elbestädter nach einer 24:21-Führung im vierten Satz fast noch den 3:1-Erfolg verspielt, mussten nach dem 24:24-Ausgleich noch mal richtig Gas geben, um die Punkte in der Campushalle zu behalten – 26:24 und damit 3:1.

Die Oelze-Schützlinge ließen sich von Beginn an nicht durch die personelle Unterbesetzung auf Grund der Ausfälle von Kliefoth (Magen-Darm-Infekt) und Meineke (Schulter) verunsichern und setzten die Berliner mit ihren Aufschlägen unter Druck, und deren Annahme wackelte. Ihrerseits standen die Magdeburger aber in diesem Element über die gesamte Spielzeit sehr sicher, was letztendlich die Grundlage für den Gesamterfolg bildete. Der erste Satz wurde so überraschend sicher mit 25:17 gewonnen, zumal auch der Angriff über alle Positionen gut funktionierte.

Offensichtlich waren sich die Hausherren danach zu sicher, mussten, wenn auch knapp mit 23:25, den Satzausgleich hinnehmen. Dabei hatte der USC nach einem scheinbar aussichtslosen 8:14-Rückstand den BVV bis zum 21:21 wieder in arge Bedrängnis gebracht. Hier machte sich besonders die Einwechselung von Zuspieler Marco Hagemeier, der klug Regie führte, positiv bemerkbar. Allerdings verpassten es seine Nebenleute durch einige Nachlässigkeiten und schlechte Kommunikation in der Abwehr, die mögliche 2:0-Satzführung festzumachen.

Auch in den Durchgängen drei und vier leisteten sich die Gastgeber ab und zu kleine Phasen mit Konzentrationsschwächen, so dass sie das Spiel ungewollt spannend machten. Nur diesmal behielten die USC-Spieler zum Ende hin die Nerven, eroberten sich entweder nach abgewehrten Bällen oder durch den Block die nötigen Punkte zum Gesamterfolg.

Dem entsprechend positiv fiel nach Spielende natürlich das Fazit der Heimmannschaft aus, gerade wenn man bedenkt, dass die in Bestbesetzung angetretenen Gäste in dieser Saison als Aufsteiger mit acht Siegen in Folge gestartet waren und dazu noch den Regionalpokal gegen den Zweitligisten aus Schöneiche gewonnen hatten.

Dieser Erfolg sollte den Magdeburgern für die nächsten Begegnungen, ausschließlich gegen Spitzenteams der Liga (am nächsten Sonntag kommt der CV Mitteldeutschland II als aktueller Zweiter der Liga in die Campushalle), genügend Selbstvertrauen geben.

USC: Glücklederer, Hagemeier, Hennig, Mück, Noack, Opitz, Vogler, A. Ziskins, E. Ziskins.