Magdeburg (ded). Ohne Punkte kehrten die Handballerinnen des TuS 1860 Neustadt vom Auswärtsspiel der Sachsen-Anhalt-Liga aus Bernburg zurück. Dabei stand die Niederlage bereits nach 16 Minuten fest, als TuS mit 6:14 hinten lag. Da die Mannschaft jedoch Charakter zeigte und bis zum Schluss kämpfte, konnte sie das Resultat am Ende mit 30:35 (13:20) in Grenzen halten.

Die Vorzeichen waren für die Magdeburgerinnen mehr als schlecht. Mit Haegebarth, Peper und Viehweg waren drei Spielerinnen angeschlagen und konnten nur sporadisch eingesetzt werden. Dazu fehlten Schulz und Haberland. Doch dieser Umstand kann nicht als Entschuldigung für die erste Viertelstunde des Spieles gelten, in der TuS sehr schnell auf die Verliererseite geriet. Die Anfangsphase wurde von beiden Mannschaften mit offenem Visier geführt. In der 7. Spielminute stand es bereits 7:5 für Askania. Es war nur der ordentlichen Angriffsleistung zu verdanken, dass der Rückstand nur knapp war.

Doch nach dem zwischenzeitlichen 8:6 schlichen sich auch in der Offensive mehr Fehler ein, die Bernburg eiskalt nutzte. Beim 12:6 nahm Trainer Pußel eine Auszeit. Danach stellte TuS die Abwehr um und kam allmählich ins Spiel. Zur Pause lag man trotzdem mit 13:20 hinten und hatte die Hoffnung auf einen Punktgewinn aufgegeben.

In der Kabine hatte TuS sich das Ziel gesetzt, zumindest die zweite Hälfte zu gewinnen. Doch scheiterte dieses Vorhaben bis zur 41. Spielminute an der Umsetzung. Bernburg führte mit 26:16. Es drohte eine derbe Klatsche. Zum Glück gab TuS aber nicht auf. Plötzlich zeigte die Mannschaft in der Abwehr die notwendige Aggressivität und ließ keine einfachen Tore des Gastgebers mehr zu. Im Angriff klappte fast alles, nach dem 17:28 kam man bei zwölf Versuchen zu zehn Toren und lag nach 55. Minuten nur noch 27:29 hinten.

Der Gastgeber wirkte ausgepowert und blieb zehn Minuten ohne eigenen Treffer. Doch ein verwandelter Strafwurf Bernburgs zum 30:27 zerstörte die geringen Hoffnungen des TuS auf einen Punktgewinn. Dieser wäre angesichts des Spielverlaufs auch nicht verdient gewesen.

TuS: Ziegler, Pußel – Thürmann 5/1, Helbig 5/2, Jebsen 1, Sill 2, Haegebarth 2, Kirsten 8/4, Butenschön 6, Peper, Viehweg 1.