Das Duell des SV Fortuna gegen die zweite Vertretung der SG Handwerk war das vermutlich am schnellsten entschiedene Pokalfinale in der jüngeren Historie des Wettbewerbes. Glatt mit 9:0 (6:0) setzte sich der Favorit aus der Landesklasse am Wochenende gegen den Stadtligisten durch und startet in der kommenden Saison im Landespokal.

Neue Neustadt. Die Handwerk-Reserve war sich durchaus der Bürde des klaren Underdogs im Endspiel um den Stadtpokal bewusst. Doch was in der ersten halben Stunde über die Mannschaft von Trainer Thomas Becker hereinbrach, war mehr als ein Klassenunterschied. Bereits nach vier Minuten lag der Ball zum ersten Mal im Netz, nachdem sich Christoph Augenstein ein Herz genommen hatte und volley unter die Latte traf. Und nur vier Minuten später war Fortuna-Mannschaftskapitän André Suchanek bereits im Nachsetzen mit dem zweiten Treffer zur Stelle (8.). Bis dahin waren die "Handwerker" zwar körperlich auf dem Platz, sahen jedoch keinen Stich gegen hochkonzentrierte Kicker des SV Fortuna. Nach zehn Minuten erhöhte Alexander Wichmann bereits auf 3:0.

Weitere drei Minuten später wurde Außenverteidiger Patrick Wöge mit einem langen Ball auf die Reise geschickt, war gedanklich und körperlich schneller als sein Gegenspieler und netzte zum 4:0 ein (13.). Danach atmeten die Fortunen ein wenig durch, wodurch auch der Stadtligist zum ersten Mal aktiv am Spiel teilnehmen konnte. Dennoch waren die Becker-Schützlinge hoffnungslos überfordert und das Angriffsspiel war leicht von den Fortunen abzuwehren. In der 20. Minute tauchte Wichmann erneut allein vor Schröter auf und überwand diesen zum 5:0. Genau wie vier Minuten später, als der Fortuna-Torjäger nach einer Wöge-Flanke seinen dritten Treffer im Spiel markierte und somit das halbe Dutzend vollmachte (24.). Die Partie war früh entschieden, doch die Fortunen blieben konzentriert. Vor der Pause Marcel Helmecke nur das Außennetz.

Die Geschichte der zweiten Hälfte ist schnell erzählt. Spannend war nur noch die Höhe des Ergebnisses. Der gerade eingewechselte Nico Spieler erzielte per Heber in der 48. Minute das 7:0. Ein Ehrentreffer blieb den "Handwerkern" durch den umsichtigen Schiedsrichter Christian Schütze verwehrt, denn Holger Kreuziger stand beim Tor im Abseits (56.). Bis zum Schlusspfiff hätten die Fortunen locker ein zweistelliges Ergebnis herausschießen können, doch der oftmals allein gelassene René Schröter bewahrte seine Mannschaft mit etlichen Glanzparaden vor einer noch deutlicheren Pleite. Nur beim 8:0 durch Christopher Horneffer (62.) und dem 9:0 wiederum durch Spieler (86.) war auch der Handwerk-Schlussmann machtlos.

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