Magdeburg ( dhe ). Mit einem überraschend hohen 5 321 : 5 159-Sieg beim KSV Grün-Gelb Osterfeld sicherten sich am Wochenende die Kegler des MSV 90 endgültig den Verbleib in der 3. Bundesliga Ost.

Seit dem Aufstieg der Gastgeber vor drei Jahren bissen sich die Elbestädter regelmäßig an der Osterfelder Kegelanlage die Zähne aus, spielten schwache Ergebnisse und wurden in der Regel mit einer ordentlichen Packung nach Hause geschickt.

Doch in diesem Jahr standen die Vorzeichen etwas anders. Magdeburg stand nicht unter dem Zwang, gewinnen zu müssen und spielt eine starke Rückrunde. Anders verhielt es sich für die Osterfelder : Das Heimspiel durfte keinesfalls verloren gehen, wenn man sich noch eine Chance auf den Klassenerhalt bewahren wollte.

Die Lemsdorfer begannen mit Wunderlich ( 882 ) und Siegemund ( 877 ), die beide eine ordentliche Leistung auf der schweren Osterfelder Anlage ablieferten. Für den KSV setzte Tobias Plaul die Akzente, blieb aber an diesem Tage der einzige Osterfelder mit Normalform. Sein Mitspieler Sören Apelt ( 845 ) blieb unter den Erwartungen und verlor gegen Wunderlich deutlich an Boden. Nur neun Holz betrug der Rückstand für den MSV zu diesem Zeitpunkt.

Auch die Spieler des zweiten Durchganges neutralisierten sich. Dirk Sommermeyer ( 851 ) beim MSV und Jens Wittow für Osterfeld erzielten exakt das gleiche Resultat und durften mit ihrem Spiel nicht wirklich zufrieden sein. Auch Ralf Kreuzer ( 865 ) haderte mit sich und der Bahn und wartet weiterhin auf seinen ersten 900 er für den MSV. Doch zum Glück für die Elbestädter erzielte der KSV keinen Vorteil daraus, denn auch Andy Tänzer ( 871 ) konnte sich nicht entscheidend absetzen. Osterfeld führte nun mit 15 Punkten.

Somit musste die Entscheidung im abschließenden Durchgang fallen. Das Spiel entschied sich bereits auf der ersten Bahn des Finaldurchganges. Steffen Blumtritt ( 927 ) und Kapitän Gerhard Piekacz ( 919 ) zogen vom ersten Wurf an auf und davon und ließen staunende Osterfelder weit hinter sich. Die Grün-Gelben brachten noch einmal Enders für Maik Tänzer, um die drohende Niederlage zu verhindern. Doch ähnlich wie in der Vorwoche gegen Mücheln waren Blumtritt / Piekacz nicht mehr zu bremsen oder gar noch einzuholen.

Unter dem Jubel ihrer Mannschaft drehte das MSVSchlusspaar den Rückstand in einen 162-Holz-Vorsprung und nahm verdient erstmals aus Osterfeld die Punkte mit an die Elbe. Magdeburg verbesserte sich sogar mit diesem zweiten Auswärtserfolg der Saison auf den fünften Tabellenplatz, Osterfeld bleibt auf Rang elf und kann den Abstieg in die Verbandsliga kaum noch abwenden.