Auch nach dem neunten Landesderby zwischen den Zweitliga-Handballerinnen des HSC 2000 Magdeburg und des SV Union Halle-Neustadt bleibt es dabei – die Bandits können zu Hause einfach nicht gewinnen. Mit einer 20 : 24 ( 8 : 10 ) -Niederlage hatten die Schützlinge von Trainer Grzegorz Subocz am Wochenende gegen die Wildcats aus Halle einmal mehr das Nachsehen und stecken weiter tief im Abstiegskampf.

Barleben. Zwar bot sich den Elbestädterinnen mehrfach die Möglichkeit, die Partie zu ihren Gunsten zu drehen, doch verhinderten Unkonzentriertheiten en Masse ein besseres Resultat. Während Judy Martin auf Hallenser Seite mit sieben Treffern glänzen konnte, war Anja Schröder ( 6 ) für die Bandits am treffsichersten.

Die ersten Akzente setzten die Gäste von der Saale, die nach zwei Minuten durch Peggy Hesse das erste Mal in Führung gehen konnten. Kurze Zeit später hatte Anja Schröder zwar vom Siebenmeterpunkt den Ausgleichstreffer auf der Hand, scheiterte aber an Juliane Nagel im Wildcats-Gehäuse. Bis zum 7 : 7 ( 21. ) blieb der HSC in einer von beiden Mannschaften schwach gespielten ersten Halbzeit auf Augenhöhe. Danach verfielen die Subocz-Schützlinge jedoch wieder in ihren alten Trott und konnten keinerlei Gefahr im Angriff ausstrahlen, so dass die Gäste aus Halle bis zur Halbzeit auf 10 : 8 enteilten.

Schröder brachte den HSC 2000 zwar auf 9 : 10 heran ( 31. ), doch die Gäste waren einfach abgezockter. Judy Martin vernaschte gleich dreimal in Folge die HSC-Abwehr einschließlich Torfrau Pauline Radke. Union führte Mitte der zweiten halbzeit mit 17 : 13 ( 43. ). Bandits-Trainer Grzegorz Subocz nahm nun die längst überfällige Auszeit und blies seinen Damen gehörig den Marsch, wobei die Wirkung noch auf sich warten ließ und Halle beim 14 : 20 ( 46. ) durch Martin erstmalig mit sechs Treffern in Front lag. Das schien ein Weckruf für die Gastgeberinnen zu sein, die nun plötzlich Tempohandball boten und sich dank eines 5 : 0-Laufes auf 19 : 20 ( 51. ) herankämpften. Doch der Angriffsdruck verpuffte ebenso schnell, die Gäste legten wieder vor – 19 : 22 ( 56. ). Zwar besorgte Franziska Bartl noch einmal den 20 : 22-Anschluss für die Elbestädterinnen, doch ließ eine überragende Juliane Nagel im Tor der Gäste keine weiteren Treffer mehr zu, so dass Union Halle-Neustadt nach 60 Minuten über einen absolut verdienten Erfolg jubeln konnte.

Enttäuscht zeigte sich HSCCoach Subocz nach dem Spiel : " Es ist meiner Mannschaft heute nicht gelungen, ein Mittel gegen die aggressive und kampfbetonte Spielweise der Hallenserinnen zu finden, die auch in der Abwehr deutlich beweglicher agierten als wir. Im Gegenzug haben wir es auch nicht geschafft, die kleinen schnellen Spielerinnen von Halle in der Deckung unter Kontrolle zu bekommen, so dass der Sieg im Endeffekt in Ordnung geht. "

HSC 2000 : Radke, Hofmeister – Schröder 6, Vogel 4, Schüler 4, Sachse 3, Bartl 1, Maue 1, Kracht, Hubinger, Mendler, Bange, Hartmann, Wysinski.