Magdeburg. Von einem ganz bitteren Gastspiel kehrten die Zweitligadamen des HSC 2000 am vergangenen Sonnabend aus Lübeck zurück. Auch in der vierten Begegnung der Rückrunde unterlagen die Elbestädterinnen beim Tabellennachbarn aus Travemünde nach einer vollkommen desolaten zweiten Halbzeit mit 23 : 30 ( 11 : 15 ).

Der HSC begann zunächst deutlich besser, als man es in den vergangenen Spielen beobachten konnte. Von Beginn an zeigte sich die Abwehr aggressiv und verstand es mit guter Beinarbeit, entstandene Lücken im Deckungsverband zu schließen. Zwar konnte Travemünde von Beginn an vorlegen, musste aber im Gegenzug bis 2 : 2 ( 8. ) durch Jasmin Maue postwendend den Ausgleich hinnehmen.

Generell versuchte man auf Magdeburger Seite durch schnelles Passspiel die TSV-Abwehr zu Fehlern zu zwingen, was bis zum Ausgleich auch gut gelang. Doch in der Folge wurden die Raubmöven immer stärker und hatten vor allem in Anja Krönert einen Aktivposten, den die HSC-Abwehr überhaupt nicht in den Griff bekam. Bis zum 6 : 3 ( 14. ) resultierten so vier Siebenmeter für die Juhra-Zöglinge, wobei eine sehr gut aufgelegte Anne Hofmeister im HSCGehäuse noch einen Strafwurf entschärfen konnte.

Doch nicht nur in der Deckung häuften sich bei den Elbestädterinnen mit zunehmender Spielzeit die Unkonzentriertheiten. Auch im Angriff verhinderten überflüssige Fang- und Abspielfehler ein bis dato besseres Resultat. Dies nutzten die " Raubmöven " bis zum 15 : 11-Halbzeitstand eiskalt aus und verpassten somit den Bemühungen der Magdeburgerinnen einen herben Dämpfer.

Wer im zweiten Spielabschnitt jedoch auf eine Besserung der Leistung gehofft hatte, wurde bereits kurz nach Wiederanpfiff arg enttäuscht. Bis zum 18 : 11 ( 35. ) schien der HSC überhaupt nicht auf der Platte zu sein und agierte vor allem in der Deckung wie Statisten. Aggressives Zweikampfverhalten oder eine gewisse Körpersprache suchte man zu diesem Zeitpunkt vergebens, so dass der Gastgeber die Lücken in der HSC-Abwehr gnadenlos zu weiteren Toren nutzen konnte. Franziska Haupt markierte folgerichtig nach 43 Spielminuten beim 22 : 14 die erneute Acht-Toreführung für den Gastgeber, wobei die Elbestädterinnen auch nicht den Eindruck erweckten, als könnten sie dieses Ergebnis überhaupt noch drehen.

Zwar ließen die " Raubmöven " in der Folgezeit vor allem im Positionsangriff etwas nach, doch konnten die Gäste daraus kein Kapital schlagen. Bis zur 50. Minute hielt der HSC den Acht-Tore-Rückstand. Kurzzeitig setzte sich der TSV dann zwar auf elf Treffer ab, hatte aber wohl Mitleid mit den Gästen, so dass diese noch auf den 30 : 23-Endstand verkürzen konnten.

HSC 2000 : Hofmeister, Radke – Bange 4, Vogel 3, Maue 3, Schröder 3 / 1, Schüler 3, Hubinger 2 / 2, Wysinski 2, Degen 1, Sachse 1, Hartmann 1, Mendler.