Mit viel Rückenwind und einer Menge Selbstvertrauen geht es für die Bundesligadamen des HSC 2000 am letzten Spieltag der Hinrunde der 2. Handball-Bundesliga Nord zum Aufsteiger nach Oyten. Anwurf an diesem 11. Spieltag ist in der dortigen Sporthalle des Pestalozzi-Schulzentrums am Sonntag um 15 Uhr.

Magdeburg. Nach dem das Subocz-Team am vergangenen Wochenende etwas überraschend gegen die Spreefüchse aus Berlin punkten konnte, wollen sich die Elbestädterinnen mit einem Auswärtssieg aus der Hinrunde verabschieden und so endgültig aus dem unteren Tabellendrittel klettern. Dass dies gegen die heimstarken Randbremerinnen alles andere als ein Selbstläufer wird, ist bei den Magdeburgerinnen wohl allen klar.

Mannschaftliche Geschlossenheit sowie unbändiger Siegeswille, dass sind wohl derzeit die wichtigsten Komponenten im Erfolgsrezept von Banditstrainer Grzegorz Subocz. So war vor allem eine gute Teamleistung in den vergangenen Partien immer wieder Garant für einen Sieg der Sachsen Anhalterinnen. Dies war zum Teil auch dem Umstand geschuldet, dass beim HSC derzeit mit Kristin Schüler, Anja Schröder, Josefine Mendler sowie Nora Hübner immer noch vier Spielerinnen verletzungsbedingt fehlen und Trainer Subocz nach wie vor zum improvisieren gezwungen ist.

So wird gegen Oyten auch wieder die junge Cindy Degen auflaufen, die sich bereits gegen die Füchse mit guten Leistungen weiterempfohlen hat. Generell setzen bei den Stadtfelderinnen in diesem Jahr vor allem die " jungen Wilden " mächtig Akzente. Mit Anne Hubinger verfügen die Elbestädterinnen über ein großes Talent, das mit 58 Treffern derzeit auch die interne Torjägerliste souverän anführt und in den bisherigen Spielen immer wieder für wichtige Treffer gut war. Doch auch die junge Beatrice Vogel konnte in den vergangenen Partien immer wieder überzeugen und ebenfalls mit sehenswerten Treffern auf sich aufmerksam machen.

Gegen den Aufsteiger aus Oyten könnte sich so das Jugendkonzept des HSC 2000 Magdeburg durchaus bezahlt machen, denn ein Großteil der Jugendspielerinnen ist natürlich weitestgehend unbekannt und daher schwer auszumachen.

Ganz anders sieht es beim TV Oyten aus. Hier sind vor allem Jaqueline Reinhold sowie Kim Pleß für die Torgefahr der Randbremerinnen verantwortlich. Ähnlich wie bei den Elbestädterinnen setzt man auch beim TV Oyten auf gute Nachwuchsarbeit. So stehen bei den Niedersachsen vorwiegend junge Spielerinnen in der Verantwortung und das auch durchaus mit Erfolg. Mit 10 : 10 Punkten rangiert das Team von Trainer Sascha Rajkovic derzeit auf Tabellenplatz fünf und kann zudem auf eine richtig gute Hinrunde verweisen.

So werden bei den Gästen am Sonntag auch wieder alle Spielerinnen an ihre Leistungsgrenzen gehen müssen, um den Gastgeber möglichst ins Straucheln zu bringen. Was mit Teamgeist sowie einer konzentrierten Leistung alles möglich ist, konnte man am vergangenen Wochenende in der Barleber Mittellandhalle sehen. Bleibt zu hoffen, dass die Subocz-Schützlinge auch gegen die Randbremer eine ähnlich gute Figur machen.