Am letzten Hinrunden-Spieltag der Fußball-Verbandsliga trennten sich der MSV 90 Preussen und die zweite Mannschaft des Halleschen FC 2 : 2 ( 0 : 1 ) unentschieden. Benjamin Knaack ( 30. ) und Sebastian Dräger ( 90 .+ 1 ) trugen sich für die Gäste in die Torschützenliste ein, für die Magdeburger waren Alexander Siemke ( 47. ) und Kevin Knöfler ( 60. ) erfolgreich.

Lemsdorf. Das Remis auf dem Kunstrasenplatz eins des Sportkomplexes an der Bodestraße, wegen des anhaltenden Regens sperrte die Platzkommission am Samstagmorgen das Heinrich-Germer-Stadion, war das dritte in Folge bei Heimspielen für die Elbestädter und aus ihrer Sicht auch unnötig.

" Das ist schon recht bitter, wenn man in der Nachspielzeit das Ausgleichstor kassiert ", gab Preussen-Trainer Dirk Hannemann nach dem Spiel zu Protokoll. " Wir haben gegen einen guten Gegner wenig zugelassen, aber bei den Gegentoren individuelle Fehler gemacht. "

Es war ein temposcharfes Spiel auf dem schwierig zu bespielenden Platz, der keine Fehler bei der Ballannahme verzieh, das beide Teams, die mit offenem Visier spielten, darboten. Als Siemke in der 9. Spielminute die Kugel im Netz versenkte, jubelten die Preussen, Schiedsrichter Alexander Kroll ( Thale ) gab diesen Treffer wegen vermeintlicher Abseitsstellung des Schützens aber nicht. Thomas Schulz prüfte dann mit einem Schuss von der Strafraumgrenze HFC-Keeper Rittenauer, auf der Gegenseite scheiterte Angelo Hauk an Robert Sträter im Preussen-Tor. Die Führung für die Gäste fiel nach einem Standard. Bei einem Freistoß aus halbrechter Position sprang ein Teil der Preussen-Mauer hoch, Knaack schoss flach und scharf – 0 : 1.

Die Gastgeber erzielten zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff den Ausgleich. Siemke überwand Rittenauer nach Vorarbeit von Steve Röhl mit einem Schuss in die lange Ecke. Preussen war jetzt am Drücker, hatte Feldvorteile und erhöhte durch Knöfler, der eine scharfe Eingabe von Nils Oliver Göres per Kopf verlängerte, auf 2 : 1. Halle drängte jetzt auf den Ausgleich, fand aber kaum die richtigen Mittel, um die Preussenverteidigung zu überlisten. Lediglich ein guter Torschuss von Sebastian Schneider, den Sträter aber mit toller Parade entschärfte ( 72. ), sprang dabei zunächst heraus. Die Landeshauptstädter, welche die letzte Viertelstunde wegen einer Gelb-Roten Karte für Nils Kauffmann in Unterzahl spielen mussten, hätten den Sack zumachen können. Einen mustergültigen Kopfball von Röhl klärte Rittenauer gerade noch zur Ecke ( 80. ). Als das Spiel dann schon fast vorbei war, passierte es. Die Hausherren bekamen den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Dräger zog ab und traf zum 2 : 2-Endstand.