Mindestens genauso trist wie die ersten Herbsttage im November gestaltet sich derzeitig die Lage bei den Handballdamen des HSC 2000. Mit 21 : 29 ( 15 : 14 ) unterlag die Subocz-Sieben am vergangenen Wochenende im Nachbarschaftsduell gegen die PSV Recklinghausen und befindet sich mit nunmehr 4 : 8 Punkten mitten im Abstiegskampf der 2. Bundesliga.

Magdeburg. Sieht man derzeit in das Gesicht von HSC-Trainer Grzegorz Subocz, so bestimmen vor allem Zweifel und Ratlosigkeit die Züge des charismatischen Polen. Bereits im zweiten Spiel in Folge musste Subocz mit ansehen, wie seine Schützlinge nach jeweils einer guten ersten Halbzeit im zweiten Durchgang scheinbar das Handballspielen verlernt haben und so leichtfertig Punkte haben liegen lassen. Nachdem bereits vor Wochenfrist gegen den Tabellenführer aus Rosengarten auf diese Art und Weise das Spiel aus der Hand gegeben wurde, bot sich den Zuschauern in der Barleber Mittellandhalle am Sonntag gegen Recklinghausen ein ähnliches Bild.

Entgegen der Vorwoche starteten die Bandits zunächst sehr zurückhaltend und offenbarten bereits in der Anfangsphase eklatante Schwächen im Abschluss. So konnte Veronika Bange zwar nach fünf Minuten das 2 : 2 markieren, jedoch hätten die " Bandits " zu diesem Zeitpunkt schon deutlich führen müssen. Stattdessen dominierten zunächst die Gäste aus dem Ruhrgebiet das Geschehen und kamen durch Christina Weber sowie Anne Saxe in der Folge zu einfachen Toren. Schnell war so ein Drei-Tore-Vorsprung ( 6 : 3, 9. ) für die Harbach-Sieben herausgespielt.

Mit einer nun offensiver agierenden Deckung kämpfte sich der HSC in der Folge zurück ins Spiel, wobei im Angriff erneut Anja Schröder sowie Anne Hubinger Akzente setzten. Spätestens beim 10 : 10 ( 23. ) durch Franziska Bartl waren die Elbestädterinnen zurück im Spiel und blieben im Gegenzug auch weiterhin die aktivere Mannschaft.

Mit der Einwechslung von Karleen Hartmann gewann auch das Angriffsspiel der Gastgeberinnen noch mehr an Fahrt, was sich in der Konsequenz beim 14 : 12 ( 28. ) durch Hartmann zeigte. Mit einer knappen 15 : 14-Führung für den HSC ging es schließlich in die Halbzeitpause.

Der sich ob dieser Leistung breit machende Optimismus erhielt jedoch in den ersten sechs Minuten des zweiten Durchgangs einen heftigen Dämpfer. Mit 0 : 6 startete der Gastgeber aus der Halbzeit und sah sich beim 15 : 20 ( 36. ) mit fünf Toren im Hintertreffen. Eine Auszeit von Subocz sowie die erneute Umstellung auf eine offensivere Deckung brachten die Gastgeberinnen danach wieder besser ins Spiel, so dass man durch Tore von Hartmann ( 18. ), Sachse ( 19. ) sowie zwei Mal Hubinger beim 20 : 22 ( 45. ) schließlich wieder Tuchfühlung hatte.

Was folgte, ähnelte einem Abbild der Vorwoche. Anstatt auch weiterhin konzentriert zu Werke zu gehen, verfielen die Elbestädterinnen zunehmend in Hektik und Unsicherheit im Positionsangriff, was sich vor allem darin widerspiegelte, dass keiner so Recht Verantwortung übernehmen wollte und selbst die einfachsten Dinge nicht mehr zu funktionieren schienen. Dieses Geschenk nahmen die Gäste gerne an und bestraften so Tor um Tor das indiskutable Auftreten der Sachsen-Anhalterinnen, was nach 60 Minuten beim Endstand von 29 : 21 für den PSV ein Ende fand.

HSC 2000 : Radke, Hofmeister – Hubinger 6, Schröder 5 / 2, Sachse 4, Hartmann 2, Bange 2, Vogel 1, Bartl 1, Mendler, Maue, Hübner, Wysinski, Schüler.