Eine wahrhafte Zitterpartie erlebten die Zuschauer der Handball-Bundesliga-Begegnung zwischen dem HSC 2000 und dem TSV Travemünde am vergangenen Sonntag in der Barleber Mittellandhalle. 24 : 22 ( 13 : 9 ) hieß es nach 60 heißumkämpften Minuten für die Elbestädterinnen. Maßgeblichen Anteil am Erfolg des HSC hatten neben Anne Hubinger mit 6 / 1 Treffern auch Franziska Bartl sowie Stefanie Wysinski mit je vier Toren.

Magdeburg. Vielversprechend starteten die " Bandits " in die Partie gegen die " Raubmöven " aus Travemünde. Entgegen den letzten Auftritten im Ligaalltag ging die Subocz-Sieben von der ersten Sekunde an konzentriert und vor allem äußerst engagiert zur Sache, so dass schnell eine 2 : 0-Führung ( 2. ) zu Buche stand. Zwar steigerten sich die Gäste und konnten beim Stand von 3 : 3 ( 6. ) durch eine starke Anja Krönert ausgleichen, aber auch die " Bandits " fanden zunehmend besser ins Spiel.

In der Konsequenz packten die Elbestädterinnen jetzt noch besser in der Abwehr zu, so dass man immer wieder zu einfachen Ballgewinnen kam und diese im Gegenstoß auch vollends nutzen konnte. Doch neben der guten Deckungsleistung war es vor allem Torfrau Pauline Radke zu verdanken, das die Subocz-Sieben durch Kristin Schüler beim 9 : 5 ( 17. ) erstmals mit vier Toren in Führung gehen konnten.

Doch die Gäste gaben nicht auf und konnten durch eine engagierte Leistung von Susen Langanke immer wieder auf Tuchfühlung bleiben. So kämpfte sich der TSV bis auf 8 : 10 ( 21. ) heran. In den verbleibenden Spielminuten dominierten auf beiden Seiten zunehmend die Abwehrreihen das Geschehen, so dass bis zum 13 : 9-Halbzeitstand kaum mehr Tore fielen.

Dies änderte sich jedoch mit Beginn des zweiten Spielabschnitts. Wie zuletzt auch hatte der HSC nach der Pause eine starke Phase erwischt und konnte so dem Versuch der Gäste, den Ausgleich zu erzielen. Paroli bieten. Bis zum 17 : 13 ( 39. ) durch Anne Hubinger boten die Gastgeber dem Publikum schöne Kombinationen im Angriff, die zumeist durch einen erfolgreichen Abschluss gekrönt wurden.

Mit zunehmender Spieldauer vernachlässigten die " Bandits " jedoch ihre Abwehrarbeit und verloren auch im Angriff die Konzentration, so dass Travemünde innerhalb von fünf Minuten zum 17 : 17 ( 45. ) durch Britta Jochimsen kam.

Die daraus resultierende Auszeit von HSC-Trainer Subocz verfehlte in der Folge ihre Wirkung nicht, so dass die Elbestädterinnen dank eines Zwischenspurts auf 20 : 17 ( 50. ) enteilen konnten. Doch auch die Gäste gaben sich noch immer nicht geschlagen und nutzten die fehlende Durchschlagskraft der Gastgeberinnen im Angriff für einfache Treffer im Gegenstoß und kamen so zum 20 : 20.

Bis zum 22 : 22 vier Minuten vor Ultimo konnte sich noch immer keine Mannschaft entscheidend absetzen, wobei die Gäste mehrfach die Möglichkeit dazu hatten, aber an der nun stark parierenden Anne Hofmeister im HSC-Gehäuse scheiterten. Hubinger ( 57. ) sowie Franzsika Bartl ( 59. ) erlösten schließlich die Elbestädterinnen mit ihren Treffern zum 24 : 22-Endstand und sorgten somit für grenzenlosen Jubel bei den Einheimischen, die nun mit 4 : 4 Punkten wieder im Tabellenmittelfeld rangieren.

HSC 2000 : Radke, Hofmeister – Hubinger 6 / 1, Bartl 4, Wysinski 4, Bange 3, Schröder 3 / 2, Schüler 3, Sachse 1, Vogel, Mendler, Maue, Hübner, Hartmann.