Magdeburg (smu). Die vergangene Woche bleibt beim Fußballverbandsliga-Team des MSV 90 Preussen in keiner guten Erinnerung. Gab es zunächst am Dienstagabend im Nachholspiel vom 20. Spieltag gegen die SG Union Sandersdorf eine herbe, wenn auch verdiente 0:4 (0:1)-Heimniederlage, verloren die Magdeburger am Freitagabend auch das Spiel gegen den Haldensleber SC am regulären 31. Spieltag mit 2:3 (1:1) Toren.

"Beide Spiele verliefen ähnlich", kommentierte Preussen-Trainer Dirk Hannemann die vergangene Woche. "Wir standen hinten zunächst sicher und haben dann in beiden Partien, jeweils kurz vor der Halbzeitpause ein Gegentor bekommen. Danach kam in beiden Spielen der Gegner ins Spiel."

Besonders deutlich wurde die vom Trainer beschriebene Situation im Sandersdorf- Spiel. Nach dem Treffer von Meinhardt in der 43. Minute ging nur noch wenig, ab der 56. Minute und dem zweiten Gegentor lief dann gar nichts mehr, die taktische Grundordnung ging völlig verloren und Sandersdorf gewann nach zwei weiteren Toren verdient mit 4:0.

Gegen Haldensleben sah man den Preussen an, dass sie zeigen wollten, dass sie es besser können. Engagiert gingen sie zur Sache, spielten taktisch klug und gingen durch Kevin Knöflers achtes Saisontor verdient in Führung. Mit dem ersten Schuss auf das Preussen-Tor glich der HSC, praktisch mit dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Uwe Biermann (Ballenstedt), durch den Brasilianer Thiago aus.

Nach gut einer Stunde Spielzeit erzielte Oliver Grimm mit einem Doppelschlag die weiteren Treffer für die Gäste. Sah der Abwehrverbund der Magdeburger beim Treffer zum 1:2 nicht gut aus, waren sie beim dritten Tor der Haldensleber machtlos, da, wie es später auch von Gäste-Seite bestätigt wurde, Grimm deutlich im Abseits stand, der Schiedsrichter Assistent Sven Schweinefuß (Rieder) dies aber, vermutlich durch die tiefstehende Sonne, übersah. Die Preussen kämpften weiter, wollten die Partie gewinnen. Letztendlich reichte es nur zum Anschlusstreffer von Knöfler (72.).

Bitter für den MSV auch, dass Offensiv-Spezialist Steve Röhl nach 70 Minuten verletzt ausgewechselt werden musste. Von Beginn an musste der jungen Stürmer harte Attacken der sich dabei abwechselnden, Gegenspieler einstecken. Unverständlich, dass der Schiedsrichter erst in der 60. Minute die erste Gelbe Karte wegen Foulspieles zeigte.

Am Samstag steht das nächste schwere Spiel für die Preussen auf dem Programm. Um 15 Uhr ist die Hannemann-Elf im Jahn-Stadion beim Oscherslebener SC zu Gast.