Hötensleben l Nach sieben Spielen ohne Niederlage erwischte es die Gelb-Schwarzen beim Tabellenzweiten in Bernburg. Dieser Sieg der Platzherren geht auf Grund der größeren Chancenvorteile in Ordnung.

In der ersten Viertelstunde der Begegnung bestimmten die Platzherren das Geschehen. Sie hatten mehr Biss in ihren Aktionen. Dem SVH gelang es in dieser Phase nicht, die Passwege zuzustellen, weil die Aggressivität im Zweikampfverhalten bei einigen Spielern fehlte. Dadurch tauchten die Hausherren oftmals gefährlich vorm Tor des Gästetorhüters Koch auf, der diese Situationen aber bereinigte. Keine Chance hatte er jedoch in der zweiten Minute, als Askania eine fahrlässige Abwehrarbeit der Bördekicker ausnutzte. In der eigenen torgefährlichen Zone wurde der Ballvertändelt, statt konsequent zu klären, so dass der Askane Drachenberg keine Mühe hatte, die Führung zu erzielen.

Gerade diese frühe Führung wollte man seitens des SVH vermeiden. Der weitere Verlauf der ersten Halbzeit ab der 15. Minute war dann geprägt von ausgeglichenen Spielanteilen. Doch Torgefährlichkeit strahlte beim SVH nur Tobias Kittel aus, während sich dies beim Gastgeber auf mehrere Schultern verteilte. Als dann in der 30. Minute eine überflüssige Gästeaktion in der eigenen Hälfte zu einem Freistoß für die Gastgeber führte, verwandelte Donath diesen aus halbrechter Position platziert im SVH- Gehäuse. Da gab es für Keeper Steven Koch nichts zu halten.

Nachdem die erste Hälfte noch sehr hektisch verlaufen war, mit je einer Roten Karte für beide Mannschaften, ging es nach der Pause ruhiger weiter. Die Gäste hatten zwar mehr Ballbesitz, konnten daraus jedoch kein Kapital schlagen, weil viel zu viel in die Breite gespielt wurde und torgefährliche Aktionen kaum zustande kamen. Die Hausherren dagegen standen tiefer und lauerten auf Fehler der Gäste. In der 83. Minute wurde ein SVH-Angriff vor dem Askanen-Strafraum abgefangen und mit schnellem Überzahlspiel das 3:0 erzielt. Damit hatten die Hausherren den Deckel zugemacht.

Zwei Minuten vor Ultimo gelang Enrico Broß im Nachsetzen noch Ergebniskosmetik zum 3:1. Das Ergebnis ist eigentlich nicht außergewöhnlich. Eine Überraschung wäre nur dann möglich gewesen, wenn die Gäste an ihr Limit gegangen wären. Dies war jedoch an diesem Wochenende nicht der Fall.

SV Hötensleben: Koch - Doerge, Künne, Ringling (31. Ch. Rzehaczek), Kremling (67. Broß), Grube, Deicke, Winkler, Thielecke, Kittel, Peine.

Schiedsrichter: Roland Leps (Dessau-Roßlau);

Zuschauer: 71.

Bes. Vorkommnisse: Rote Karten gegen Hötenslebens Winkler (41., grobe Unsportlichkeit) und Askanias Schulze (39., grobe Unsportlichkeit).