Mit einem Erfolg zum Rückrundenauftakt wollten Oscherslebens Verbandsliga-Fußballer die schwache Hinrunde vergessen machen. Am Ende reichte es aber nur zur Punkteteilung.

Oschersleben l Die Gastgeber begannen mit viel Tempo und Ballstafetten im Mittelfeld. So erarbeiteten sie sich gute Einschussmöglichkeiten. Schon in der dritten Minute spielte Manuel Zabel auf Neuzugang Dries Barner. Der setzte sich zur Grundlinie durch, seine Hereingabe nutzte Wulf aber nicht.

Nach zehn Minuten gab es Freistoß vor dem Strafraum des OSC. Der Ball landete in der Mauer, aber auch an der Hand eines Oscherslebers. Den Strafstoß verschoss Schönebecks Matthias allerdings. Der OSC blieb auf den Vormarsch und wurde immer wieder von seiner Mittelfeld-Achse Sacher, Pohlmann, Voigt, Zabel angetrieben. In der 19. Minute der Torschrei: Barner war wieder rechts bis zur Grundlinie durch, flankte auf den zweiten Pfosten, Wulf legte mit der Brust ab, Voigt bekam den Ball nicht schnell genug unter Kontrolle, sein Schuss landete dann doch im Tor. Schiedsrichter Warnecke erkannte das Tor aber nicht an, denn Voigt hatte den Ball erst mit Hilfe der Hand unter Kontrolle bekommen.

Der SSC hatte die Partie ansonsten mit seiner verstärkten Abwehrreihe gut unter Kontrolle, zeigte aber selbst nur sporadisch Angriffsbemühungen. Die Oschersleber vermochten die Gästeabwehr nicht zu verunsichern. Pohlmann, Klare und Zabel versuchten sich mit Fernschüssen und Freistößen, aber alle brachten nichts ein. In den letzten fünf Minuten vor der Halbzeit kam der SSC doch noch gefährlich vor das Tor des OSC, Keeper Rütze reagierte aber gewohnt sicher und klärte im Herauslaufen. Als er in der 45. Minute geschlagen war, rettete nach einer Flanke von rechts und anschließendem Kopfball der Pfosten.

An diese Szene schlossen die Gäste im zweiten Durchgang an. Sie waren nun agiler und forderten den OSC. In der 54. Minute köpfte De Oliveira aus Nahdistanz knapp am Tor vorbei. Anschließend hob Liepold den Ball aus acht Meter über Rütze und am Tor vorbei. Jetzt zeigte sich die Anfälligkeit des OSC: Die Zuordnung fehlte und die eigenen Angriffsbemühungen wurden schon im Keim erstickt. Die Schönebecker attackierten den Ballführenden aggressiver und waren spielerisch überlegen. Als Wegener in der 66. Minute die Gelb-Rote Karte, drückten die Gäste noch mehr. Doch Rütze klärte vor einem frei durchlaufenden Spieler und selbst im Nachschuss traf De Oliveira das leere Tor nicht. Nach einer weiteren Chance für Liebold (80., Kopfball), versuchte sich auch Sacher mit einem Kopfball, der aber auf der Linie geklärt wurde. In der 82. Minute gab es nach Foul an Pohlmann im Strafraum Strafstoß für den OSC. Doch Sacher machte es nicht besser als Matthias und verschoss ebenfalls. Die letzte gute Torchance hatte der SSC nach einer Ecke. Doch auch hier fand der Ball nicht den Weg ins Tor. So endete die Partie mit einem gerechten, torlosen Remis.

OSC: Rütze - Zacher, Rasch, Klare, Wegener, Wulf, Pohlmann, Voigt, Sacher, Barner (90. Hoffmann), Zabel (80. Rokitta).

Zuschauer: 107; Schiedsrichter: Falk Warnecke (Magdeburg), Benjamin Petri, Marco Uhlmann.