Den Saisonstart haben die Mannschaften der Bördeoberliga nach drei absolvierten Begegnungen hinter sich. Für einige der 16 Vertreter in der Liga reift langsam die Gewissheit, dass man im Sommer seine Hausaufgaben erledigt hat.

Landkreis (skr/sbr/cme) l Für andere wiederum werden die kommenden Wochen mit viel Aufholarbeit verbunden sein, damit der Rückstand auf die vorderen Plätze nicht schon frühzeitig uneinholbar erscheint.

Der SV Altenweddingen ist mit Platz vier und sechs Punkten auf der sicheren Seite. Der Saisonstart ist geglückt, mit einer leichten Ausnahme. "Wir können mit dem Saisonbeginn zufrieden sein. Zwar hätte die Heimniederlage am ersten Spieltag nicht sein müssen, doch danach haben wir uns gefangen", urteilt Trainer Mirko Stieler. Ein wahres Schützenfest erlebte er am vergangenen Wochenende, als seine Schützlinge den SV Kali Wolmirstedt mit 6:0 besiegten: "Zu erwarten war der hohe Sieg nicht. Der Gegner hatte gleich viel Respekt vor uns. Wir haben da noch sehr viele Chancen liegen gelassen. Die Mannschaft weiß den Sieg einzuordnen. Sie wird jetzt nicht gleich euphorisch sein. Wir arbeiten weiter hart und konzentriert. Es ist ja erst der dritte Spieltag absolviert."

Gerade mit dem kommenden Gegner tun sich die Altenweddinger traditionell schwer. Der SV Irxleben II ist ein Konkurrent auf Augenhöhe. Dementsprechend erwartet der Coach eine umkämpfte Partie: "Bislang haben wir uns gegen Irxleben immer schwer getan. Ich erwarte erneut ein schweres Spiel. Die Bilanz spricht auch nicht für uns." Für Michael Feldheim, Trainer des SV Blau-Weiß Empor Wanzleben, besteht vor der Partie in Wolmirstedt kein Anlass zur Freude: "Drei Spiele und vier Punkte sind für uns ein eher durchwachsener Saisonstart. Mit etwas Pech hätten wir auch null Punkte haben können. Wir nutzen unsere vielen Chancen nicht. Wenn man bei 90 Prozent Ballbesitz nur eine Tormöglichkeit hat, dann ist das zu wenig."

Ändern soll sich das bei den Wolmirstedtern, denen noch das 0:6 in den Köpfen stecken wird. Von einem Vorteil für sein Team will Feldheim aber nichts wissen: "Ich erwarte eine ausgeglichene Begegnung. Die Chancen stehen 50:50. Die Niederlage von Kali Wolmirstedt wird auf das kommende Spiel keinen Einfluss haben. Auch dieses Spiel beginnt wieder bei Null."

Einen Saisonstart nach Maß hat der TSV Niederndodeleben hingelegt. Noch ungeschlagen erwartet der Tabellenzweite den Landesklasse-Absteiger aus Oschersleben. Dieser ist mit einem Sieg, einer Niederlage und zuletzt einem Remis in Gröningen auf Rang neun notiert.

Ummendorfer SV sieht sich als Außenseiter

Die Gröninger Eintracht wartet noch auf den ersten Saisonsieg und findet sich derzeit auf einem Abstiegsplatz wieder. Mit dem Ummendorfer SV reist ein schwer einzuschätzender Gegner an. Nach dem furiosen Start mit einem 9:2-Kantersieg holte der USV nur noch einen Punkt.

Trainer Eike Pitschmann findet dennoch: "Für uns als Aufsteiger ist es ein guter Start. Doch mit einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage muss man sagen, dass auch mehr möglich gewesen wäre. Gröningen ist ein unbequemer Gegner, die werden und das Spiel schwer machen. Gerade zuhause sind sie besonders stark. Wir sind da nur der Außenseiter. Dennoch haben wir gute Chancen, wenigstens einen Punkt mitzunehmen."

Flechtinger SV gegen SG Bülstringen - Beide Orte trennen nur sieben Kilometer, dazu ist es das erste Punktspiel zwischen den ersten Herrenmannschaften beider Vereine seit der Saison 1999/2000. Klar, dass die Teams auf das Derby brennen. Die SG Bülstringen muss sich im Vergleich zur Vorwoche steigern. "Wir haben es verpasst, mit breiter Brust nach Flechtingen zu fahren. Wenn die Jungs jetzt nicht Farbe bekennen, weiß ich auch nicht", erklärt SG-Trainer Frank Juraschek. Pünktlich zu den Derbywochen, sieben Tage später wartet Bebertal im Pokal, ist der Kader komplett.

"Ich bin absolut überzeugt von den Bengels, sie haben in der vergangenen Saison gezeigt, dass sie es können", bestärkt Gutenswegens Trainer Heiko Lackert seine Mannschaft vor dem Heimspiel gegen Seehausen. Mit nur einem Punkt aus drei Spielen verlief der Saisonstart für die Gutensweger wenig berauschend. Seehausen hingegen darf mit sieben Punkten durchaus zufrieden sein. Beim SVS fehlen Röber, Ott, Wittmann und eventuell Schwaiger. Dafür kehren Reber und Gegenwarth zurück. Ziel sind drei Auswärtspunkte.

Der Tabellenführer der Bördeoberliga, SSV Samswegen, empfängt die Reserve des Haldensleber SC.