Altenweddingen (ms) l Mit ihren Leistungen sind die Billardspieler vom SV 1889 Altenweddingen wohl endgültig in der zweiten Liga angekommen - mit der Cleverness und der Nervenstärke aber noch lange nicht! "Die Angst vorm Gewinnen lähmte uns in den entscheidenden Situationen förmlich und kostete uns drei wichtige Punkte" resümierte Teamchef Manfred Schuffert.

Das Bundesligawochenende bescherte den Sülzetalern nämlich zwei vermeidbare Niederlagen gegen starke Konkurrenten. Statt möglicher drei Punkte und einem großen Schritt Richtung Klassenerhalt ging man nach einer 2:6-Niederlage gegen Coesfeld und einer 3:5-Niederlage gegen Neustadt trotz der besten Saisonleistung von 0,85 leer aus.

Altenweddingen - Coesfeld 2:6. Gegen die BG Coesfeld, den amtierenden Deutschen Meister auf dem kleinen Tisch, legten die Altenweddinger gut los. Manfred Schuffert (0,88) brachte Carsten Lässig, der in der Woche zuvor gleich vier Medaillen bei der DM gewonnen hatte, an den Rand einer Niederlage. Erst ein fulminanter Schlussspurt von 18 Punkten in nur fünf Aufnahmen machte den 40:35-Sieg des Favoriten perfekt.

Karsten Schubert (0,50) war gegen den Holländer Theo Peters beim 20:40 chancenlos. Dann folgte das Highlight des Tages. Stefan Scheler (1,18) besiegte nach einer tollen Leistung den Deutschen Vizemeister Andreas Niehaus mit 40:35. Steffen Rödel (0,55) lag zu diesem Zeitpunkt knapp vorn und ein Remis lag in der Luft. Doch der Druck war wohl zu groß, so dass das Match noch knapp mit 35:33 vom Coesfelder Schertel gewonnen wurde. Die Gäste kamen noch einmal mit einem blauen Auge davon.

Ergebnisse:

Scheler - Niehaus 40:35

Rödel - Schertl 33:35

Schubert - Peters 20:40

Schuffert - Lässig 35:40

Altenweddingen - Neustadt 3:5. Die 3:5-Niederlage gegen BDV Neustadt tat richtig weh, denn sie war völlig unnötig. Der SVA bot eine ganz starke Mannschaftsleistung, wurde aber wegen schwacher Nerven um den verdienten Lohn gebracht. Die Niedersachsen ließen extra den Dänen Dunch einfliegen, der am Ende zum umjubelten Matchwinner wurde.

Zuvor spielte Manfred Schuffert (0,70) gegen Piening 40:40-Unentschieden, was sich allerdings nach einer 39:29-Führung von Schuffert wie eine Niederlage anfühlte. Genau umgekehrt verlief Karsten Schuberts Match. Eigentlich schon verloren geglaubt, gelang ihm ein phantastischer Schlussspurt von 18 Punkten in den letzten sieben Aufnahmen. Lohn war ein 40:36-Sieg, persönliche Saisonbestleistung von 0,93 und eine 3:1-Führung des SV Altenweddingen zur Halbzeit.

Steffen Rödel (0,77) passte sich dem guten Niveau seiner Mitspieler an und lag gegen Favorit Ickenmeyer lange Zeit knapp vorn. Doch auch er brachte die Führung nicht ins Ziel und zog mit 34:40 den Kürzeren.

Ein denkwürdiges Spiel entschied dann die Begegnung gegen den SVA. Stefan Scheler (1,05) zelebrierte Dreiband-Billard auf allerhöchstem Niveau und führte nach 18 Aufnahmen klar mit 28:17. Es roch gewaltig nach dem ersten Altenweddinger Heimsieg der Bundesligageschichte! Doch plötzlich zeigte der Altenweddinger Nerven, verpasste einige machbare Karambolagen und verlor seinen Rhythmus. Der Vorsprung schmolz und schmolz. Und beim Stand von 39:39 vergaben beide noch mehrere Matchbälle bevor Dunch den Krimi schließlich für sich entschied.

Ergebnisse:

Scheler - Dunch 39:40

Rödel - Ickenmeyer 34:40

Schubert - Lechelt 40:36

Schuffert - Piening 40:40

Tabelle 2. Bundesliga Dreiband:

1. 1. BC Magdeburg14:050:60,99

2. BC Intern. Berlin11:344:120,92

3. BC Fuhlenbrock10:430:260,76

4. BG Coesfeld9:532:240,88

5. BDV Neustadt8:629:270,81

6. SCB Langendamm6:1030:340,84

7. BC Frintrop6:821:350,67

8. SV Altenweddingen4:1222:420,68

9. BSV Langenfeld3:1119:370,75

10. BCC Witten 21:1311:450,67