Mit dem 21. Spieltag beginnt das letzte Drittel der Saison. Trotz zuletzt durchwachsener Ergebnisse hält sich die SG Bülstringen noch im vorderen Teil der Tabelle und empfängt zum Spitzenspiel den TSV Niederndodeleben. Der Haldensleber SC II will seine starke Heimbilanz gegen Gröningen fortführen.

Landkreis l Die SG Bülstringen steht nach fünf Spielen in der Rückrunde noch immer ohne Sieg da. Mit drei Unentschieden und zwei Niederlagen ist es eher eine schwache Ausbeute, in der Rückrundentabelle rangiert das Team von Trainer Frank Juraschek auf Platz 14. Und dennoch hält sich der Aufsteiger mit Position sieben wacker im vorderen Teil der Gesamtwertung und empfängt zum Spitzenspiel den TSV Niederndodeleben (Anpfiff jeweils um 15 Uhr). "Es ist ganz klar, dass wir bei der etwas dürftigen Ausbeute derzeit noch sehr von unserer guten Hinrunde profitieren. Mich stimmt aber sehr positiv, dass wir bislang nur zwei Punkte auf den ersten Abstiegsplatz verloren haben und das die Jungs immer gewillt sind, den Dreier einzufahren", sagte Juraschek. Die SGB hat an den nächsten vier Spieltagen jeweils Heimrecht, danach werde man wissen, wie der Leistungsstand wirklich ist. "Nach den Spielen gegen Niederndodeleben, Oschersleben, Ummendorf und Seehausen werden wir wissen, ob wir uns im Mittelfeld halten können, oder ob es doch nochmal gegen den Abstieg geht. Wir werden aber keine Augenwischerei betreiben." Gegen den TSV sieht es personell recht gut aus. Nur Ersatztorwart Tino Wenskat wird nach einer OP länger ausfallen.

Für Tabellenführer Seehausen gab es am letzten Wochenende gegen den OSC II eine 1:4-Niederlage. Gegen Kali Wolmirstedt soll alles besser werden, denn die komfortable Führung ist bis auf fünf Zähler geschmolzen, der HSC II ist in Lauerstellung und hat noch ein Spiel weniger. Für Schlusslicht Kali ist die Situation weitaus bedrohlicher. Der Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz beträgt bereits sieben Punkte. Der Punktgewinn gegen Gutenswegen/Klein Ammensleben war zu wenig, denn der Ausgleich fiel fünf Minuten vor Schluss. Die ohnehin dünne Personaldecke wird durch die Gelb-Rot-Sperre von Michael Dömland weiter belastet.

Der zweitplatzierte Haldensleber SC II hat mit Eintracht Gröningen ebenfalls eine abstiegsbedrohte Mannschaft zu Gast. Die Rolandstädter wollen auch in ihrem zehnten Heimspiel den Platz mit einem Erfolg verlassen und die Serie ausbauen. Doch HSC-Trainer Daniel Fest erwartet einen ernsthaften Gegner: "Wir werden die Gäste aus Gröningen, die für eine schnörkellose Spielweise bekannt sind, nicht unterschätzen, da sie in der bisherigen Situation jeden Punkt gegen den Abstieg benötigen." Warnung dürfte das Hinspiel sein, welches die U23 mit 0:1 verlor und Fest rückblickend als das "wohl bisher schlechtesten Saisonspiel" bezeichnete.

Die personelle Situation in Haldensleben sieht trotz einiger Ausfälle recht gut aus. Maximilian Reuter ist gelbgesperrt, Sebastian Wojtzyk fehlt arbeitsbedingt und Philipp Siebert wird wahrscheinlich bei der Ersten auflaufen. Auf der anderen Seite sind Niklas Folkens, Florian Neubauer und Tim Koch wieder einsatzfähig. "Die Mannschaft ist in der Breite gut aufgestellt, so dass eventuelle Ausfälle kompensiert werden können."

Für den Ummendorfer SV geht es gegen den Oscherslebener SC II. Beide Vereine haben in der Rückrunde bislang absolut überzeugt und zehn beziehungsweise 13 Punkte geholt. Der USV hat unter Trainer André Linzert das Ziel Klassenerhalt wieder fest im Visier und dank der positiven Stimmung vielleicht sogar die besten Karten.

Blau-Weiß Empor Wanzleben trifft auf Grün-Weiß Dahlenwarsleben. Zuletzt siegte Empor deutlich mit 4:1 gegen Irxleben II. Großartig überrascht war Wanzlebens Trainer Michael Feldheim aber nicht: "Das war mit Ansage. Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl und in den letzten Spielen haben wir ja in der Offensive auch überzeugt." Als Favoriten sieht er aber ganz klar Grün-Weiß. "Damals im Hinspiel waren wir der Favorit, heute ist es Dahlenwarsleben. Die Vorzeichen haben sich komplett geändert. Die Tabelle spricht da eine deutliche Sprache."

Der SV Irxleben II reist nach seiner Niederlage zum SV Gutenswegen/Klein Ammensleben. Für die SVI-Reserve zählt jeder Punkt gegen den Abstieg, aber auch der SVG könnte bei einer schwachen Ausbeute in die Nähe der gefährlichen Zone rücken. Der Abstand beträgt lediglich sieben Punkte.

Der SV Altenweddingen hat den SSV Samswegen zu Gast und will die 0:2-Pleite gegen Dahlenwarsleben vergessen machen. Samswegen, ebenfalls in brenzliger Situation, kann jeden Punkt für den Klassenverbleib gebrauchen.

Die gleiche Ausgangslage herrscht auch beim Spiel zwischen dem ISV Haldensleben und Flechtingen: der ISV zuletzt mit einem 0:0, die Gäste unterlagen dem HSC mit 0:2.