Hötensleben. Nach dem Abstieg 1951 aus der Fußball-Landesklasse wurde Hötensleben in die Bezirksklasse Magdeburg eingestuft. Als 1952 die bisherigen fünf Länder in Bezirke aufgegliedert wurden, entstand die Bezirksliga als höchste Fußball-Leistungsklasse im Bezirk Magdeburg. 1952 wurde die bisherige Sportgemeinschaft (SG) Eintracht in Betriebssportgemeinschaft (BSG) Aktivist umbenannt, denn das Braunkohlewerk Harbke wurde Trägerbetrieb für den örtlichen Sport. 1956 schloss Aktivist Hötensleben das im Rhythmus des Kalenderjahres verlaufende Spieljahr als Staffelsieger ab. In den nachfolgenden Aufstiegsspielen gegen Motor Barleben, Traktor Niederndodeleben und Traktor Diesdorf wurde die Mannschaft mit 10:2 Punkten und 27:8 Toren unangefochten Erster und damit Aufsteiger in die Bezirksliga. Hötensleben gehörte nunmehr wieder zur Creme der Fußballelite des Bezirkes Magdeburg. Der Aufstiegsmannschaft von 1956 gehörten Werner Wöhlbier (21 Jahre), Günter Ohnesorge (21), Fritz Weljehausen (29), Dieter Eggers (24), Erwin Baumgart (19), Günter Strebe (21), Fritz Bruns (18), Heinz Cauers (18), Gerhard Czarnyan (25), Franz Bresinski (20 ), Fritz Meier (20), Horst Danisch (19), Norbert Mania (20) und Hans-Joachim Toporzishek (17) an.

Mit Ernst Heidekorn, damals 36 Jahre alt, stand ein dynamischer Funktionär an der Spitze der Sektion Fußball. Günter Henseleit, 35-jährig, selbst ein Fußballer von Rang und Namen, hatte als konsequenter Trainer großen Anteil an der Formung der Mannschaft. Und mit dem jungen Arno Hermann fungierte schließlich in diesen Jahren einer der umsichtigsten und besten Betreuer, die je in Hötens-leben in dieser Funktion tätig waren. In diesem Zusammenhang soll auch an die ausgezeichnete Arbeit von Rudi Ohnesorge und Willi Pawelski erinnert werden, die im Nachwuchsbereich die Grundlagen für diesen Erfolg gelegt hatten. Zehn Jahre lang spielte Aktivist Hötensleben ab 1957 in der Magdeburger Bezirksliga eine gute Rolle. Der Aufstieg von 1956 ist in den Annalen der Fußballgeschichte von Hötensleben das dritte herausragende Ereignis. Seit vielen Jahren organisiert Horst Danisch (Jahrgang 1937) regelmäßige Treffen und gemeinsame Unternehmungen der Aufstiegsmannschaft von 1956, die auch heute noch von den älteren Fußballanhängern sehr geschätzt wird. Ernst Heidekorn, Fritz Weljehausen und Dieter Eggers weilen leider nicht mehr unter den Lebenden. Günter Henseleit, der Trainer der Mannschaft, feierte im Dezember 2010 seinen 90. Geburtstag.