Hötensleben (hsc). Der Stachel der erneuten Heimniederlage sitzt beim SV Hötensleben nach dem 0:1 gegen die OSC-Reserve tief. Es fehlten zwar die gesperrten Dörge und Winkler, der Langzeitverletzte Kittel, der angeschlagene Thielecke und Schaack (Arbeit), aber man wäre gegen den Gast aus Oschersleben nicht chancenlos gewesen.

Die erste Halbzeit verlief ohne große Höhepunkte, der Gastgeber hatte mehr vom Spiel ohne zwingend zu spielen. Die große Möglichkeit unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff vereitelte der Gästetorhüter.

Die zweite Halbzeit wurde wesentlich turbulenter. Die Führung, ein verwandelter Foulelfmeter, war sicher verdient, weil sich die Gäste der Bedeutung der Partie im Klaren waren. Niemann ließ sich danach zu einer Schiedsrichterbeleidigung hinreißen, er wurde im Tor dann von Chris Rzehaczek vertreten. Der Gastgeber versuchte das Spiel wieder in Griff zu bekommen, scheiterte aber bei einigen guten Chancen am überragenden Gästetorhüter Hinze, der teilweise spektakulär die Chancen vereitelte und zum besten Spieler wurde. Das Schiedsrichterkollektiv konnte nicht überzeugen.

Es gilt für den SVH, schnellsten die Ursachen zu ermitteln, sonst verspielt die Mannschaft sehr schnell jeglichen Kredit. Das Team wirkt übermotiviert und unkonzentriert und sucht nicht vordergründig das arteigene Spiel. Ein Grund sind die ständig wechselnden Aufstellungen, die durch die vielen Spielsperren entstehen. Die Hektik überträgt sich leider auch auf das Umfeld.

Tor: 0:1 Zacher (53. FE).

Hötensleben: Niemann - Starke, Künne, Broß, St. Rzehaczek, Grube, Deicke, Ringling, Arnold, Chr. Rzehaczek, Burchhardt.

OSC II: Hinze - Breier, Koggelmann, Bindseil, Wegener, Zacher Kunkel, Timpe, Berndt, Dolle, Winterberg.

SR: Preuß. Z: 70. Besondere Vorkommnisse: 44. Handelfmeter Grube gehalten; 54. Rote Karte Niemann (Hötensl., Schiedsrichterbeleidigung).