Hötensleben l Dieses positive Ergebnis mit neun Siegen, einem Unentschieden und drei Niederlagen ist überraschend, weil den SVH große Personalprobleme plagten. Besonders krass traf es bei den Ausfällen gestandene Aktive wie Axel Wolter und Alexander Thielecke, die auf Grund ihrer schweren Verletzungen (Kreuzband) in der Hinserie überhaupt nicht eingesetzt werden konnten, während Marian Deicke verletzungsbedingt nur zu drei Einsätzen kam. Kevin Riedl, seit Anfang November nicht mehr beim SVH, brachte es wegen privater und beruflicher Gründe nur auf einen Einsatz. Auch der Youngster Carl Rudloff konnte verletzungs- und berufsbedingt noch nicht eingesetzt werden. Zu allem Überfluss fiel auch Torhüter Jörg Zappe über einen längeren Zeitraum aus, so dass Paul Künne als Feldspieler ihn im Tor ersetzen musste.

Doch die Mannschaft ließ sich trotz dieser Widrigkeiten nicht hängen und zeigte Charakter. Die gewachsene Leistungsstärke des Teams ist vor allem auch ein Ergebnis der guten Trainingsarbeit des Übungsleiters Matthias Brömse. Ihm ist es menschlich und fachlich gelungen, die Elf mental zu stabilisieren, ihre spielerischen Stärken zu festigen und außerdem ihre taktische Flexibilität entscheidend zu verbessern.

Waren es beispielsweise zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres noch 40 Gegentore, die der SVH hinnehmen musste, sind es im Vergleichszeitraum nur 15 Treffer. Schon allein diese Tatsache kennzeichnet die neue Spielweise der Mannschaft.

Die taktische Neuausrichtung des Teams benötigte Zeit zur Verinnerlichung. Das spiegelte sich auch in den erzielten Ergebnissen wider. Hatte das Team nach den ersten vier Spieltagen gerade mal drei Punkte auf dem Konto, gelang der Elf danach eine großartige Serie von acht Siegen und einem Remis in Folge.

Hervorzuheben aus dieser Serie sind vor allem zwei Partien. Zum einen das Remis (2:2) bei Germania Wernigerode. In dieser, auf hohem Niveau geführten Partie, an der beide Seiten ihren Anteil hatten, scheiterten die Schützlinge von Matthias Brömse am Auswärtssieg nur deshalb, weil ihnen das Quäntchen Glück im Torabschluss fehlte. Eine taktische Meisterleistung gelang den Schwarz-Gelben in Quedlinburg. Beim hochverdienten Auswärtssieg (5:2), der auch neidlos von den Gastgebern anerkannt wurde, konnte die Elf nachweisen, welches läuferische und spielerische Potenzial in ihr steckt. Für den Quedlinburger SV war es die erste Heimniederlage nach dreieinhalb Jahren!

Nicht so erfolgreich präsentierten sich die Kicker des SVH im DFB-Kreispokal. Nach einem 8:1-Auswärtssieg in der 1. Hauptrunde gegen die SG Bösdorf, mussten sie leider bereits in der zweiten Hauptrunde die Segel beim Kreisoberligisten Blau-Weiß Neuenhofe streichen (0:1). Trotz haushoher Überlegenheit in der zweiten Hälfte dieser Begegnung scheiterte man dort an der aufopferungsvoll kämpfenden Abwehr der Gastgeber samt Torhüter und an der eigenen Chancenverwertung.

Fair-Play verbessert

Einen sehr erfreulichen Aspekt gibt es in der ersten Halbserie für den SVH bezüglich der Fair-Play-Wertung zu vermelden: Während man sich in den vergangenen Spieljahren immer im unteren Tabellendrittel dieser Wertung wiederfand, im Vorjahr als Vorletzter, gelang in diesem Spieljahr der Sprung auf den vierten Rang. Auch ein Zeichen dafür, dass sich die Arbeit des Trainers und der Leitung der Abteilung Fußball diesbezüglich gelohnt hat.

Ohnesorge bester Schütze

Die Torschützenliste in der Landesklasse 3 führt Benjamin Kollmann vom SV 09 Staßfurt mit 17 Treffern an, gefolgt vom Langensteiner Benjamin Rode mit 14 Treffern und dem Osterwiecker Philipp Matzelt (13 Treffer). Als treffsicherster Schütze des SVH nimmt Björn Ohnesorge mit elf Toren den vierten Rang in der Wertung ein. Diesen Platz teilt er sich mit drei weiteren Spielern.

Beim SVH kamen bisher 19 Spieler zum Einsatz. Fünf nachfolgende Aktive davon haben sämtliche Spiele beim SVH bestritten: Björn Ohnesorge, Tobias Kittel, Kevin Doerge, Ricardo Winkler und Paul Künne.

In der Zuschauerbilanz gibt es in der Landesklasse 3 einen Durchschnittsbesuch von 84 Zuschauern pro Spiel. Spitzenreiter diesbezüglich ist Germania Wulferstedt mit einem Schnitt von 195 Besuchern vor Hadmersleben (Durchschnitt 112) und Osterwieck (Durchschnitt 111). Der SVH brachte es in dieser Wertung auf 93 Besucher im Schnitt. In Wulferstedt gab es auch die absolut größte Besucherzahl in der Landesklasse 3 und zwar beim Spiel gegen den SV Hötensleben mit 374 Zahlenden. Der höchste Zuspruch in Hötensleben mit 153 Zuschauern war in der Partie gegen den SV Seehausen zu vermelden. Insgesamt passierten in den sieben Heimspielen des SVH 651 Besucher die Tore des Glück-Auf-Stadions. Dafür gebührt dem treuen Anhang ein großes Dankeschön, zumal auch viele Fans ihre Mannschaft zu den Auswärtsspielen begleiten.

Abschließend möchte sich die Abteilungsleitung Fußball auch im Namen ihrer Mannschaften ganz herzlich bei ihren Sponsoren und Partnern für ihre finanzielle und materielle Hilfe bedanken und hofft auch weiterhin auf gute Zusammenarbeit.