Am vergangenen Sonnabend hat in der Sporthalle der "Juri-Gagarin-Schule" in Stendal die 5. offene Deutsche Meisterschaft im Jiu-Jitsu (Kategorie Kumite Shiai - Kampf Mann gegen Mann) stattgefunden.

Stendal (kbr/wse) l Veranstalter war die Deutsche Jiu-Jitsu Akademie und Ausrichter der 1. Jiu-Jitsu-Verein Sachsen-Anhalt Stendal 1993.

Insgesamt 80 Wettkämpfer nahmen an dieser Veranstaltung teil. Neben den Kämpfern aus Stendal kamen auch Sportler aus weiteren Vereinen Sachsen-Anhalts, aus Hettstedt, Osterburg und Osterhausen. Aber auch aus Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein sowie aus Hamburg.

Die Kinder aus Hettstedt und Hamburg haben seit den letzten Landesmeisterschaften in Stendal sehr viel dazu gelernt und viel trainiert. So war es auch nicht verwunderlich, dass sie mit sehr viel Ehrgeiz und ohne Angst in diese Wettkämpfe gingen. Aber auch die Stendaler Kinder waren nicht untätig und haben sehr viel und sehr fleißig trainiert. Teilweise waren richtig tolle Aktionen zu sehen.

Angefeuert von den Betreuern, Vereinskameraden und Eltern wurde sich nichts geschenkt. Hier und da gab es dann schon mal die ein oder andere Träne, weil man sich mächtig über einen verlorenen Kampf geärgert hatte.

Besonders hervorzuheben bei den Kindern aus Stendaler Sicht sind Roman Conociuc, Jannis Schurak, Oskar Richter, Sarah-Michelle Richter, Theo Kuhle, Jonas Lansmann, Max Stern, Raphael Beilfuß, Franz Wenzel, Christian Gierke, Hannah und Maja Vogelhuber, Lyta Bessing, Vincent Sedlick und Aiko Gericke, die alle Deutsche Meister wurden. Aber auch die anderen Stendaler Kids konnten sich mit Edelmetall und weiteren guten Platzierungen schmücken. Bei den Jugendlichen und Erwachsenen ging es wieder hoch her. Das war auch zu erwarten. Denn die Thüringer, die Nordrhein-Westfalen, die Schleswig-Holsteiner und Hamburger sowie Osterburger Karatekas kamen nicht nach Stendal um zu verlieren. Erstmals war auch ein Kämpfer aus Osterhausen dabei.

Die Kämpfe fanden auf einem sehr hohen technischen Niveau statt. Sie waren geprägt von Ausdauer, Kraft, Ehrgeiz aber auch, und das war das Wichtigste, durch fantastische Techniken. Abgesehen von kleineren Blessuren, wie Nasenbluten und blaue Flecke gab es keine größeren Verletzungen. Lediglich ein Sportfreund aus Thüringen zog sich, ohne Einfluss des Gegners, eine Verletzung am Knie zu, die im Krankenhaus behandelt werden musste.

Aus Stendaler Sicht wären hier Paul Hauschulz, Paul Becker, Dastyn Moses, Jessica Tham (die sich übrigens ausschließlich gegen Jungs behaupten musste) hervorzuheben. Sie wurden alle Deutsche Meister. Aber auch hier sei gesagt, dass alle anderen Stendaler Jiukas sich weitere Medaillen und gute Platzierungen erkämpften. Den Titel eines Deutschen Meisters eroberte auch der B-Jugendliche Nico Riek vom KSC Osterburg.

Diese 5. Deutsche Meisterschaft war ein toller Erfolg. Es spricht sich langsam herum, dass sich eine Reise nach Stendal für Wettkämpfer lohnt.

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