Salzwedel l In buchstäblich letzter Sekunde hat sich der ESV Lokomotive Salzwedel noch den Herbstmeistertitel in der 1. Fußball-Kreisklasse gesichert. Dank eines 5:0-Erfolges in Jeggau und dem gleichzeitigen 1:1 von Verfolger SV Wacker Lindstedt in Chüden durften die Hansestädter am letzten Spieltag jubeln. Die ersten vier Teams dieser Spielklasse sind allerdings nur durch zwei magere Zähler voneinander getrennt, was ordentlich Brisanz in der Rückserie verspricht. Inmitten der Hinrunde sank die Anzahl der Teams auf nur noch neun, da sich die SG Potzehne II/Mieste II aus personellen Gründen komplett aus dem Spielbetrieb zurückzog.

18 Punkte konnten die Lok-Mannen aus Salzwedel um Trainer Marcel Rietz in den ersten acht Partien einfahren. Sechsmal gingen sie als Gewinner vom Platz, in einer Mini-Krise setzte es am zweiten und dritten Spieltag jeweils Niederlagen (0:2 gegen Lindstedt, 0:1 in Kloster Neuendorf). Doch gerade in der Schlussphase der ersten Halbserie zeigte sich der ESV um den Führenden der Torschützenliste, Tobias Schneider (zwölf Treffer), gut in Form und setzte sich am Ende des Jahres noch an die Spitze. Diese Position wollen die torhungrigen Eisenbahner (32 Tore) möglichst verteidigen, doch ein Trio liegt ihnen dicht auf den Fersen.

Der SV Wacker Lindstedt verpasste die Herbstmeisterschaft mit 17 Zählern nur knapp. Die Wackeraner bezwangen zwar Primus Salzwedel mit 2:0, mussten sich allerdings bei Beetzendorfs Landesklasse-Reserve mit 0:3 geschlagen geben und kamen in Kalbe (0:0) und Chüden (1:1) nicht über Unentschieden hinaus. Genau diese Punktverluste kosteten Brinkmann Co. Platz eins. Doch in der Rückrunde ist für den SVW in Sachen Aufstieg in die Kreisliga noch alles möglich. Ebenfalls gut im Rennen liegen der TSV Jeggau und der MTV Beetzendorf II mit jeweils 16 Punkten. Auch dieses Duo hat die Spitze noch nicht aus den Augen verloren und wird im zweiten Teil der Spielzeit noch einmal alle Kräfte mobilisieren. Immerhin konnten sowohl Jeggau als auch Beetzendorf II bisher fünf Begegnungen für sich entscheiden.

Der zweite Teil des Klassements wird vom Diesdorfer SV II auf Rang fünf angeführt. Das Gebert-Team kam erst gegen Ende der Hinrunde in Fahrt und machte nach drei Siegen in den letzten vier Partien noch einige Plätze gut. Mittlerweile weisen Bill Co. zehn Zähler auf. Dicht verfolgt werden die Diesdorfer von der SG Kloster Neuendorf/Jävenitz II und der SG Kakerbeck/Klötze II. Beide Teams haben bislang neun Punkte gesammelt. Während die Kloster Neuendorfer/Jävenitzer diese ausschließlich auf eigenem Platz einsackten, hatte Kakerbeck/Klötze II seine jetzige Zählerausbeute bereits nach drei Spieltagen aufzuweisen. Dann allerdings setzte es für Korell Co. fünf Niederlagen in Serie.

Die Reserve des VfL Kalbe/Milde überwintert mit fünf Punkten auf dem vorletzten Platz im Tableau. Die Mildestädter konnten das Auswärtsspiel bei der SG Chüden II/Liesten II mit 3:2 gewinnen und schoben sich daher noch am direkten Kontrahenten vorbei. Chüden II/Liesten II ziert somit mit vier Zählern das Ende des Klassements. Allerdings wird das Schimming-Team, das seinen bisher einzigen Erfolg (4:1 in Kloster Neuendorf) auf fremdem Platz einfuhr, im nächsten halben Jahr alles daran setzen, um die Rote Laterne noch abzugeben.