Mit dem Tabellendritten HSV Bad Blankenburg treffen die Mitteldeutschen Oberliga-Handballer des SV Oebisfelde am Sonntag auf einen "ganz harten Brocken", wie SVO-Trainer Thomas Meinel formulierte. Der Anwurf in der Halle der Landesportschule Thüringen in Bad Blankenburg erfolgt um 16 Uhr. Los geht es mit dem Bus um 11 Uhr vom Lessing-Eck. Die Fans können natürlich mitfahren.

Oebisfelde. "Ich glaube nicht, dass die Oebisfelder nach vier Stunden Anfahrt hier mit leeren Händen wieder wegwollen", erklärte HSV-Trainer Frank Ihl auf der Internetseite der Bad Blankenburger und fügte hinzu: "Ich erwarte einen großen Kampf am Sonntag." Trotz der klaren Favoritenrolle der Thüringer hofft auch Oebisfeldes Übungsleiter Meinel auf einen großen Kampf seiner Mannschaft: "Wir müssen uns von Beginn an reinknien. Sonst haben wir keine Chance."

Hauptaugenmerk wollen die von den Gastgebern als sehr auswärtsstark eingeschätzten Oebisfelder vor allem auf ihr Abwehrgefüge legen. "Für mich das A und O. Wir müssen sicher stehen und den guten HSV-Rückraum mit Eric Sindermann (momentan auf Rang zwei der Liga-Torjägerliste), Igor Ardan oder Donatas Puikis abblocken. Keine leichte Aufgabe. Zumal auch die restlichen Akteure einiges auf dem Kasten haben", erklärte Meinel. Seine Akteure haben allerdings auch einiges auf dem Kasten. Vor zwei Wochen mit dem klaren 34:27-Heimerfolg gegen die HSG Wolfen und nicht zuletzt in fremden Gefilden. Die Warnung der Bad Blankenburger vor der Auswärtsstärke der Allerstädter kommt nicht von ungefähr. Der Sieg in Ronneburg oder die Unentschieden in Apolda und Leipzig oder zu Saisonbeginn in Freiberg ließen schon aufhorchen.

Allerdings beeindruckten die Gastgeber in ihrem letzten Heimspiel gegen den TuS Radis. Mit 44:30 fegten sie den Tabellenelften aus der Halle. Im ersten Aufeinandertreffen sahen die Oebisfelder in heimischer Halle indes nicht schlecht aus. Zwar setzte es eine 31:33-Niederlage, doch es war mehr drin. Erwähnt werden müssen in diesem Zusammenhang auch die Möglichkeiten der Vereine vor allem im personellen Bereich. Bei den Bad Blankenburgern spielen gleich fünf ausländische Sportfreunde mit. Auch Torjäger Sindermann ist kein Eigengewächs. Nach seinem Rauswurf in Wolfen schloss er sich den Thüringern an, die in der vergangenen Saison noch in der Regionalliga Südwest unterwegs waren.

Kleinere personelle Brötchen müssen die Oebisfelder backen. Zudem muss Trainer Meinel die Thüringen-Reise mit dezimiertem Kader antreten. Nach einem Ermüdungsbruch im linken Knöchel fällt Florian Seiler erneut aus. Wie lange, ist noch offen. Privat verhindert ist Mittelmann Norman Bischoff. Fit ist dafür wieder Torwart Thomas Krüger.