Winterfeld l Dort wurden die Kinder- und Jugendspiele des ablaufenden Jahres ausgewertet und die des kommenden Jahres 2017 vorbereitet. Der kleine Tagungsraum im Winterfelder Wieseneck war dabei auch gut gefüllt. Doch nicht nur die Fachverbandsvertreter konnte KSB-Chef Lutz Franke begrüßen, auch Eckhard Gnodtke, stellvertretender Landrat, Thomas Koberstein, der die Möglichkeiten zur Förderung innerhalb der Projekte „Demokratie leben!“ und „Mach mit, Sport gemeinsam erleben“ aufzeigte, und Adina Borchert, ihreszeichens Schulsportkoordinatorin im Altmarkkreis waren dabei. Doch zunächst begrüßte Lutz Franke die Anwesenden und bedankte sich für die geleistete Arbeit in den Fachverbänden und auch hinsichtlich der Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund mit Blick auf die Kinder- und Jugendspiele.

Gnodtke „Wird bei den Bedingungen bleiben“

Vize-Landrat Gnodtke sicherte danach in seinen Ausführung die finanzielle Förderung des Kreises erneut zu. „Bei den guten Bedingungen wird es auch im nächsten Jahr bleiben“, so seine Aussage. Den sportlichen Überblick über die Kinder- und Jugendspiele gab dann der stellvertretende Geschäftsführer des KSB, Andreas Lenz. Bevor er auf die einzelnen Sportarten einging, präsentierte er die allgemeinen Zahlen und vergaß dabei auch nicht, ein Dank an die Fachverbandsvertreter auszusprechen. „Die Veranstaltungen der Kinder- und Jugendspiele stehen und fallen mit den Verantwortlichen der Verbände, also euch allen. Ich weiß, dass da immer viel Schweiß und Arbeit dahinter steckt, von daher kann ich nur ein riesengroßes Dankeschön aussprechen, und das auch im Namen des gesamten Vorstandes und des Jugendausschusses“, so Lenz.

3597 Schüler sind in Sportvereinen integriert

Derzeit gibt es im Altmarkkreis 39 Schulen, die 7505 Schüler beherbergen. „3597 davon sind in einem Sportverein organisiert. Das ist knapp die Hälfte, und ich denke, das ist ein ganz ordentlicher Wert“, so Lenz. In 23 Sportarten konnten und können im Jahr 2016 Kinder- und Jugendspiel ausgetraten werden. Erfreulich dabei ist, dass die Sportart Angeln (Casting) dazugekommen ist. Insgesamt nahmen bisher also 2389 Kinder- und Jugendliche an den Wettkämpfen teil, wobei im Fußball weit über 500 Teilnehmer/innen zu verzeichnen waren. Aber auch die Floorballer mit über 400 und auch in der Leichtathletik oder beim Herbstcrosslauf konnten wieder sehr hohe Teilnehmerzahlen erreicht werden. Hier konnten auch schon über 2200 Medaillen an die Kinder vergeben werden.

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„Aushängeschilder sind natürlich auch die Leistungs- und Trainingsstützpünkte bei uns im Kreis. Hier freuen wir uns besonders, dass wir vier dazubekommen haben“, so Lenz. Derzeit sind sechs Stützpunkte zum Beispiel in Klötze (Fußball, Kraftsport) oder Gardelegen (Leichtathletik, Volleyball) aktiv. „Die Anforderungen für diesen Status sind auch nicht ohne. Da muss man schon einen Deutschen Meistertitel oder auch Delegierungen zur Sportschule vorweisen“, so Andreas Lenz weiter.

23 Veranstaltungen im Jahr 2016 ausgerichtet

Dabei stellte Lenz jede Sportart, in der die Kinder- und Jugendspiele absolviert wurden, vor und bedankte sich nochmal explizit bei den Verantwortlichen für die Ausrichtung und Organisation. Für das Jahr 2017 signalisierten wieder alle ihre Bereitschaft, die KSB-Wettkämpfe stattfinden zu lassen, vielleicht sogar auch wieder mit den Sportarten Handball und Badminton, die in 2016 leider nicht im Programm waren, oder aber abgesagt werden mussten. Zudem soll auch ein neuer Flyer erstellt werden, der übersichtlicher und moderner gestaltet werden soll, als das bisherige Handout.

Anschließend informierte Thomas Koberstein über die Fördermöglichkeiten im Rahmen des Projektes „Demokratie leben!“. Der KSB habe eine Stimme im Begleitausschuss und sei deshalb auch stets über die bestehenden Möglichkeiten informiert.

Fördermöglichkeiten über mehrere Projekte

„Mittlerweile gibt es drei Heime für unbegleitet geflüchtete Jugendliche. Diese Kinder- und Jugendliche im Rahmen des Sports zu integrieren, könnte eine Möglichkeit sein. Der Fußball ist sicher immer eine gute Integrationsbasis, aber wenn ich hier sehe, wie viele Fachverbände mit interessanten Sportarten im Kreis vertreten sind, ist das ein breites Spektrum“, so Koberstein. Im Rahmen der Projektziele „Junge Menschen gemeinsam zur Demokratie“ oder „Austausch und Verständnis füreinander“ könnten Fördermöglichkeiten auch im Rahmen der Sportvereine entstehen. „Das Hauptaugenmerk liegt aber auf dem Aktionsfond, der für das kommende Jahr noch einmal auf 35000 Euro aufgestockt wird“, so Koberstein.

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Auszeichnung des Vereins „WSG Jenny-Marx Salzwedel“ als familienbfreundlicher Verein. „Das gab es hier bei uns im Kreis noch nie. Aber ich kann das bestätigen, die WSG ist ein sehr familienfreundlicher Verein“, so KSB-Geschäftsführer Peter Böse. Stellvertretend nahm Dörte Schalk aus den Händen von Eckhard Schulz und Lutz Franke die Ehrung und die damit verbundene „Finanzspritze“ entgegen.

Nach einer kleinen Diskussionsrunde beendete Andreas Lenz die Veranstaltung und wünscht sich für das kommende Jahr eine erneute hervorragende Zusammenarbeit mit den Fachverbänden und ihren Vereinen mit Blick auf die Kinder- und Jugendspiele.