Ronny Schnock wird eine bleibende Erinnerung an den gestrigen 2:1 (1:0)-Sieg des BSV Eickendorf über den SV Einheit Bernburg behalten. Nicht nur, weil er in der ersten Runde des Fußball-Sparkassencups der Siegtorschütze war, sondern vor allem, weil er eine leichte Schwellung im Gesicht davongetragen hat.

Atzendorf l Schnock hatte selbst gar nicht genau mitbekommen, wie er eigentlich zum 2:1 (70.) getroffen hatte. "Ich bin angeschossen worden", sagte er mit einem Lächeln. Nach der Ecke von Thomas Wolff lag er jedenfalls am Boden, hielt sich das Gesicht und bekam den Jubel drumherum kaum mit - der Ball war jedenfalls im Tor. Dabei hätte man Schnock auch geglaubt, wen er gesagt hätte: "Das war mit Absicht." Bereits in Hälfte eins konnte eine Ecke auf den kurzen Pfosten von den Bernburgern gerade so noch geklärt werden. Die Freude über den Einzug in Runde zwei, in welcher der Sieger der Partie SV Rathmannsdorf gegen Schönebecker SV gegenübersteht, wird ihm alledings über die Zeit der Genesung hinweghelfen.

Dann sollte möglichst wieder auf eigenem Rasen gespielt werden. Da im Strafraum vor den Toren in Eickendorf neuer Rollrasen verlegt wurde und eine Benutzung noch nicht möglich war, zog das Team gestern kurzerhand nach Atzendorf um.

Die Partie begann mit einem Paukenschlag - zugunsten des BSV. Nach dem Foul an Schnock im Strafraum zeigte Schiedsrichter Peter Engelhardt auf den Punkt. Kapitän Steffen Brandt, der in seiner neuen Rolle in der Innenverteidigung mit Übersicht und gutem Stellungsspiel überzeugte, verwandelte sicher. "Wir wollen Tino Stille nach und nach ergänzen", beschrieb Trainer Marko Ulbrich seine Umstellungen. Die Viererkette wird also etwas agiler, das Umschalten nach Ballgewinn wusste bereits gestern zu gefallen. Lediglich im Abschluss haderte Eickendorf, Daniel Schedlo (53., 64.), Thomas Wolff (78.) oder Daniel Ebeling (80.) zögerten zu lange oder trafen die falsche Entscheidung.

Bereits vor dem 1:1-Ausgleich (64.) durch Marcel Wiedensee hatte der BSV so die Chance, die Partie zu seinen Gunsten zu entscheiden. Nach dem Treffer von Schnock blieb die Partie so noch bis zum Ende spannend, weil Bernburg viel Druck ausübte, aber nicht entscheidend zum Abschluss kam. Mitchell Beyreuther (75., 87.) und Marco Schule (89.) vergaben noch die besten Möglichkeiten. Zu diesem Zeitpunkt war Schnock bereits ausgewechselt und kühlte die Schwellung am Auge.

BSV Eickendorf: Beck - Burkhardt, Stephan (61. Adam), Brandt, Schulz, S. Jacob, Bödecker, Rosemeier (46. Ebeling), Schnock (81. B. Jacob), Wolff, Schedlo

Einheit Bernburg: Lehmann - Rödiger, Sonntag, Thol, Munck, Klaes, Wiedensee (69. Engelke), Straube (52. Beyreuther), Sperlich, Schule, Vatthauer