Schönebeck (fna) l Der SV Pädagogik Schönebeck hat die große Chance verpasst, einen immens wichtigen Erfolg im Kampf um den Verbleib in der 3. Volleyball-Liga einzufahren. Aufgrund der zu großen Fehlerquote und der insgesamt schwachen Annahmeleistung musste sich das Team dem Berlin-Brandenburger SC gestern Nachmittag mit 2:3 (20:25, 25:21, 25:19, 15:25, 4:15) geschlagen geben.

Nach der 2:1-Führung nach Sätzen war die Chance da, mit einem 3:1-Erfolg drei Zähler einzufahren und damit wieder Tuchfühlung aufzunehmen mit dem Vorletzten SV Warnemünde, der nun aber drei Punkte vorn bleibt. Beim 6:10 war Pädagogik noch in Schlagdistanz, zudem hatte sich die BBSC-Zuspielerin verletzt. Anstatt das Momentum jedoch zu nutzen, vergab Rückkehrerin Charlotte Marquardt den Aufschlag. In der Folge fehlte - wie im gesamten Spiel - die ordnende Hand, die Führungsspielerin, die dem Team die Richtung vorgab. Zu viele einfache Bälle fielen auf den Boden, zu viele Fehler wurden im Angriff produziert (8). Zudem erzielte der SVP in diesem Element nicht einen Punkt im vierten Satz, die Berlinerinnen hingegen bei acht Fehlern zwölf.

Nach dem demoralisierenden 15:25 fehlte auch der nötige Esprit im Tie-Break. Trotz der 2:0-Führung durch ein Aufschlag-Ass von Steffi Schultze und einen Angriffs-Kracher von Anna Lehrmann nach Abwehr von Schultze flatterten die gegnerischen Aufschläge ins Feld und schließlich auch die Schönebecker Nerven gehörig. Bezeichnend war der letzte Punkt, bei dem die Annahme von Julia Birkenhauer direkt zum Gegner ging, der mit einem Angriff das 15:4 erzielte.

Neben dem Punktgewinn hinterließ der Auftritt von Mittelblockerin Charlotte Marquardt, die den SVP zunächst bis zum Saisonende unterstützen wird, einen Hoffnungsschimmer, den Klassenerhalt doch noch zu realisieren. Mit ihr auf dem Feld kehrte zumindest streckenweise etwas Ruhe ein, wurde aus Abwehrbällen dank eines hohen Zuspiels noch ein Angriff gefahren oder auch der zweite Block in Folge gesetzt. Doch sie wird das Ruder nicht allein herumreißen können. Echte Führungsspielerinnen sind jetzt gefragt - oder eine aufopferungsvoll und gemeinsam kämpfende Mannschaft, und zwar bei jedem Ballwechsel. Anders geht es im Kampf gegen den Abstieg nicht.

Schönebeck: Horrmann, Viniarskyte, Schemel, Arndt, Marquardt, Schultze, Müller, Lehrmann, Birkenhauer, Polter, Dreher, Grenzau