Gnadau (chj) l Der SG Gnadau fehlten einfach zu viele Spieler, um TuS Magdeburg-Neustadt die Stirn zu bieten. Trainer Sebastian Pape musste gleich auf acht seiner Fußballer verzichten, sodass das Niveau am Ende nicht mehr für die Landesklasse reichte. So setzten sich die Gäste mit 4:0 (2:0) durch.

"Wir waren personell gebeutelt", erklärte Pape. "Die komplette Kreativabteilung fehlte." Das wirkte sich deutlich auf das Gnadauer Spiel aus, es wirkte oft kopflos. "Das Ergebnis fiel dann auch entsprechend aus." Immer wieder waren lange Bälle das einzige Mittel der Gastgeber. Doch meist blieben sie ohne Abnehmer. Gab es doch einen, stand dieser meist im Abseits - "gefühlte 50-mal", so Pape.

Bereits nach fünf Minuten jubelten die Gäste. Trotz Überlegenheit konnte Neustadt erst in der 42. Minute nachlegen. Die Gnadauer gaben alles, was in ihrer Macht stand, erarbeiteten sich nach Umstellung auf eine Dreierkette Chancen, hielten das Ergebnis bis kurz vor Schluss, "was der Mannschaft hoch anzuerkennen war". Doch dann legten die Gäste mit einem Doppelschlag nach, sorgten für den Endstand von 0:4.

"Ein 0:2 wäre noch okay gewesen. Der dritte und vierte Gegentreffer war unserem Aderlass an Spielern geschuldet", erklärte Pape. Als Mann des Spiels tat sich Rückkehrer Robert Paasch hervor, trotz vierwöchigen Trainingsrückstands, "was den übrigen zu denken geben sollte."

SG Gnadau: Merker - Kade, Paasch, Heider, Hoffmann, Oppelt, Borck, Böhme, Kühne, Steigleder (53. Schaff), Ladebeck (60. Ziegler)

Tore: 0:1 Daniel Kirchner (5.), 0:2 Oliver Busse (42.), 0:3 Michel Dolke (87.), Paul Niemann (89.); ZS: 48; SR: Christopher Bethke