Gnadau (fna) l Der SG Gnadau klebt derzeit das Pech an den Sohlen, was man inzwischen auch auf den Tabellenplatz in der Fußball-Landesklasse schieben kann, glaubt Trainer Sebastian Pape. "Wenn du einmal da unten stehst, dann hast du mehr mit dir zu tun als mit dem Gegner". Aufgrund der Verunsicherung genügte gegen den SC Vorfläming Nedlitz auch ein 2:0-Vorsprung bis zur 80. Minute nicht, um den erhofften Befreiungsschlag zu realisieren. Nach einem Doppelpack der Gäste trennten sich beide Mannschaften mit einem 2:2-Remis. Es war bereits das neunte in dieser Saison für die Fliederpark-Kicker - und es war eines der bittersten.

Mit einer Trainingseinheit am Sonnabendvormittag hatten sich die Gastgeber noch auf das neue System mit Viererkette vorbereitet, und sie hatten durchaus starke Szenen, wenngleich die Kommunikation noch verbessert werden muss. "Es war unser Ziel, viel miteinander zu sprechen. Aber wenn man da unten drin steht, dann ist man mehr mit sich beschäftigt."

Dennoch gelang nach einem Foul an Sven Nicolaus die 1:0-Führung durch Marcus Rasche per Elfmeter. Er legte zudem das 2:0 nach. "Wir haben es aber verpasst, das vorentscheidende 3:0 zu markieren, vor allem in der zweiten Halbzeit", haderte Pape. Schließlich mussten auch noch Christian Glode und Thomas Frauendorf ausgewechselt werden, "da sie Gelb-Rot gefährdet waren". Und dann sprang das Pech aus dem Abschluss auch in die Abwehr über. Robert Paasch traf bei einem Klärungsversuch den Gegner, dem der Abpraller genau vor die Füße sprang - 2:1. Und wenig später gab es einen Ballverlust in der Vorwärtsbewegung, einen Konter und das 2:2-Unentschieden.

SG Gnadau: Merker - Glode (63. Borck), Rudloff, Bläsing, Nicolaus, Hoffmann, Kühne, Rasche, Böhme (68. Heinrich), Frauendorf (56. Steigleder), Paasch

Tore: 1:0, 2:0 Marcus Rasche (19. FE, 32.), 2:1 Maik Fambach (80.), 2:2 Kevin Göritz (82.); SR: Michael Bode, ZS: 63