Calbe/Magdeburg (fna). Die Situation ist nicht optimal: Aufgrund des Hochwassers war es den Handballerinnen der TSG Calbe nur bedingt möglich, zu trainieren. Die Vorbereitung auf das morgige Spiel (Anwurf: 14 Uhr) in der Mitteldeutschen Oberliga beim BSV 93 Magdeburg war also nicht ideal. "Aber wir haben uns im Saisonverlauf bereits sehr gut weiterentwickelt", sagt Frank Falke, der Trainer.

Das gilt sowohl für den technischen als auch für den taktischen Bereich, beispielsweise bei der Auslösehandlung. Zudem ist der Zusammenhalt in der Mannschaft stark, "jeder ist für jeden da und will den Klassenerhalt realisieren", schätzt der Coach ein. "Trotz intensiven Trainings haben sie alle Spaß am Sport." Das ist es letztlich, was für den Trainer zählt.

Er sieht dem Spiel also weitgehend gelassen entgegen, wenngleich er vor dem Kontrahenten warnt: "Magdeburg spielt sehr körperbetont, sowohl in der Abwehr als auch im Angriff." Zudem geht der BSV 93 über die gesamte Spielzeit ein hohes Tempo, ist über die erste und die zweite Welle sowie durch die schnelle Mitte sehr offensivstark. Das bestätigt der Blick auf die Tabelle. Mit bisher 322 erzielten Treffern liegt Magdeburg auf Platz drei. Gegen diese gute Offensive "benötigen wir ein akkurates Stellungsspiel", betont Falke. "Wir müssen die Gegner sauber stellen."

Achillesferse des BSV ist die Abwehr, 331 Gegentore bedeuten den schlechtesten Wert der Mitteldeutschen Oberliga. Mit der eigenen zweiten Welle und viel Druck soll dagegen gehalten werden. "Wir wollen sie mit Tempo zu Fehlern zwingen." Das ist zwar kräfteraubend, doch morgen kann er personell aus dem Vollem schöpfen. Sowohl Mandy Wenzel als auch Sophia Rust und Kristin Sroka sind dabei. Rekonvaleszent Franziska Sprotte trainiert inzwischen wieder leicht.

"Wir wollen zeigen, dass wir zu Recht in diese Liga gehören", sagt Falke. Und da käme es doch ganz gelegen, dem BSV, der sich als ärgster sachsen-anhaltischer Verfolger der Spitzengruppe etablieren will, erneut die zwei Punkte zu verbuchen.