Mit einem eindrucksvollen 41:29 (20:9)-Erfolg in der Bezirksliga fegte die männliche C-Jugend des Glinder HV "Eintracht" den HC "Alligators" Aschersleben von der Platte. Die Mannschaft zeigte dabei jedoch zwei Gesichter: Im Angriff ganz stark, in der Defensive eher schwach.

Glinde l Von Beginn an zeigte sich das Janusgesicht der jungen Handballer. Aschersleben markierte den ersten Treffer, Glinde glich postwendend aus, setzt sich im Anschluss zum 5:3 ab, doch die "Alligators" kamen wieder heran (6:6). "Wir haben einen dünnen Kader, da stimmt oft die Kommunikation nicht, vor allem in der Deckung", erklärte GHV-Trainer Julian Bauer.

Nachdem die Glinder die holprige Startphase überwunden hatten, bestimmten sie das Geschehen. Immer wieder nutzten sie die Ballverluste des Gegners und setzten sich mit schnellen Kontern über die Stationen 9:6, 11:8 und 15:10 zum Fünf-Tore-Vorsprung ab. "Wir fokussieren uns im Training auf diese Spielweise", erklärte Bauer. "Im konterstarken Tempospiel liegt meiner Meinung nach die Zukunft des Handballs, also schule ich meine Jungs auch dahingehend."

Aschersleben versuchte dranzubleiben, doch am Ende der ersten Halbzeit stand ein 9:20 zu Buche. In der Kabine mahnte Bauer, dass die Konzentration nicht nachlassen dürfe. Seine Worte zeigten allerdings nur bedingt Wirkung. Im Angriff lief nach wie vor alles beim GHV zusammen, doch in der Defensive zeigten sich umso deutlicher die Schwachstellen. "Außerdem haben wir viel gewechselt und probiert", erklärte der Trainer. "Zum Beispiel habe ich unseren Kreisläufer, Gregor Knoblauch, in den Rückraum genommen und Rückraumspieler Maximilian Lohse auf die Außenbahn gestellt." Dort fühlten sich einige Spieler wohl nicht ganz zu Hause.

Aschersleben kämpfte sich in die Partie zurück, nutzte die unzureichende Kommunikation der Gastgeber-Deckung und konnte so in der zweiten Hälfte 20 weitere Tore erzielen. Dies lässt nun vermuten, dass Glinde keine Chance mehr hatte, doch so schwach die Abwehr war, so stark war auch der Angriff. Der GHV markierte nämlich ebenfalls 20 Treffer, sodass es schließlich 41:29 stand.

Einer, der sich im Angriff besonders hervortat, war Clemens Weise. "Er erzielte zwar selbst wenige Tore, aber er steht immer richtig und setzt seine Mitspieler klasse in Szene", lobte Bauer den Nachwuchs-Handballer.

Glinder HV "Eintracht": Nick Schmidt - Nils Rosemeier, Maximilian Lohse, Clemens Weise, Max Mennecke, Gregor Knoblauch, Tommes Vehse, Angelo Maibuhr, Alexander Grüneberg