Gnadau (nrc) l Es sah schon fast nach dem lang ersehnten Befreiungsschlag für die SG Gnadau aus. Doch in der zweiten Minute der Nachspielzeit fiel das 3:3 und damit endete die Landesklasse-Partie gegen Germania Olvenstedt in einem Unentschieden. "Mit dem Punkt können wir zufrieden sein. Natürlich wären drei Zähler weitaus besser gewesen", fasste Gnadaus Trainer Sebastian Pape zusammen. Olvenstedts Kapitän Sebastian Gasch ließ den Siegestraum der SGG platzen.

In Halbzeit eins deutete noch nichts auf ein Unentschieden hin. Gnadau trat verkrampft auf, Unkonzentriertheiten im Aufbau ließen die Gäste schnell das Geschehen übernehmen. "Die Mannschaft hat sich von unserer derzeitigen Situation doch sehr unter Druck setzten lassen", erklärte Pape. Dass man schließlich mit 0:2 hinten lag, schien Gnadau das Genick endgültig zu brechen. "Danach waren wir fast tot", so der Trainer.

Doch die Gastgeber kämpften sich zurück, Auslöser für die neue Motivation war der gehaltene Elfmeter von Gnadaus Keeper Ronny Merker. "Das war entscheidend", lobte Pape. Die SGG glich nun binnen drei Minuten durch Marcus Rasche - der seinerseits einen Strafstoß verwandelte (83.) - und Danny Wenzel (86.) aus. In der 89. Minute fiel dann das 3:2 durch Martin Kühne. Ein Jubelsturm brach in Gnadau los, die Spieler rannten allesamt zu ihrem Trainer. Ohne Nachspielzeit hätte die SGG den ersten Sieg der Landesklasse-Rückrunde eingefahren. So aber trennten sich die Mannschaften in einem Remis, was für die Gastgeber aufgrund des Spielverlaufs einer Niederlage gleichkam.

Gnadau: Merker - Rudolf, Kade (61. Heinrich), Wenzel, Feickert, Hoffmann, Borck (90.+1, Schoenebaum), Rasche, Böhme, Frauendorf, Kühne

Tore: 0:1 Patrick Kohrmann (47.), 0:2 Andreas Bode (73.), 1:2 Marcus Rasche (83. FE), 2:2 Danny Wenzel (86.), 3:2 Martin Kühne (89.), 3:3 Sebastian Gasch (90.+2); SR: Benedict Ohrdorf, ZS: 61