Biederitz (nrc) l In der Verbandsliga musste sich der Glinder HV "Eintracht" dem Tabellendritten Eiche Biederitz mit 23:30 (9:15) geschlagen geben. Dabei trafen die Glinder auf einen alten Bekannten: Eiches Torhüter Andreas Wichmann spielte einst für den GHV.

Die Partie begann recht zäh. Auf beiden Seiten überzeugte die Defensive, sodass Tore erst einmal Mangelware blieben. Nach sieben Minute stand es erst 2:2. "Zumindest bei uns lag es auch an der Chancenverwertung", erklärte Glindes Spieler Julian Bauer. Das wurde dem GHV schließlich auch zum Verhängnis. Durch die verworfenen Bälle konnte Biederitz immer wieder zu Gegenstößen ansetzen, von denen schließlich vier in Folge ihren Weg in den Tor der Gäste fanden. Eiche ging zum 7:4 in Front.

Zudem stand mit Wichmann ein starker Rückhalt im Kasten der Gastgeber. "Wir haben Andreas Schwächen nicht genutzt", so Bauer. "Er wiederum wusste genau, wo unsere Lieblingsecken im Tor sind." Wichmann hielt unter anderem drei Strafwürfe der Gäste. Biederitz setzte sich bis zur Pause zum 15:9 ab.

Nach dem Wechsel bestimmten Eiche lange Zeit das Geschehen. Lediglich Sascha Timplan und Michael Kreyenberg auf Halblinks und Halbrechts taten sich hervor. "Unser Spiel ist auf diese beiden Positionen ausgelegt", erklärte Bauer. "Wir haben versucht, sie gut in Szene zu setzen. Es ist nur leider nicht so gelungen, wie wir uns das vorgestellt hatten."

Zudem bekam Glinde René Schnetter nicht in den Griff. Dieser lief immer wieder Konter und versenkte diese treffsicher im Glinder Tor. Auch Biederitz` Rückraumspieler Sören Groß wurde zur Stolperfalle und ärgerte den GHV gehörig. "Wir waren einfach nicht konzentriert genug", so Bauer. "Das lag allerdings auch an unserer dünnen Personaldecke. Wir konnten nicht so oft wechseln, wie der Gegner." Zudem machte sich das Fehlen der beiden Rückraum-Akteure Daniel Gieraths und Jost Mattisseck bemerkbar. "Dadurch fehlte etwas die Ordnung", erklärte Bauer.

Am Ende unterlagen die Gäste dem Tabellendritten mit 23:30. Das Aufbäumen in den letzten zehn Minuten kam einfach zu spät.

Glinder HV: Bartels - Bauer (2/2), Max Kreyenberg /2), Bierhals, Blumenthal, Prokop, Kowaczeck (1), Recker (4), Martin Kreyenberg (1), Michael Kreyenberg (4), Timplan (9), Langoff