Als einziger Mannschaft aus dem Altkreis ist dem Schönebecker SV der Sprung in die zweite Runde des Fußball-Landespokals geglückt. Der Landesligist gewann am Sonnabend beim SV Friedersdorf (Landesklasse) mit 2:1 (0:0).

Bitterfeld l Allerdings war es ein langer und beschwerlicher Weg, bis der SSV den Einzug in die nächste Runde feiern durfte. "Wir haben nicht so in die Partie gefunden wie wir uns das gewünscht hatten", erklärte Trainer Marko Fiedler. Friedersdorf präsentierte sich mit einer jungen und guten Mannschaft, die immer zu 100 Prozent dagegenhielt. Trotz des schwerfälligen Starts hatte sich der SSV einige Möglichkeiten erarbeitet, diese aber liegen gelassen. Beispielsweise traf Denis Neumann nur die Querlatte (27.) oder scheiterte an Keeper Mario Karalus (22.). Auf der anderen Seite musste gegen den schon geschlagenen Keeper Stephan Pingel ein Mitspieler auf der Linie retten. In der Folge ist immer mehr Unruhe ins Team eingekehrt, "es war eine komische Stimmung zu spüren".

Diese ließ sich auch nach dem Wechsel nicht bekämpfen. Zwar gelang den Gästen nach Vorarbeit von Florian Mentzel durch Thomas Hellige die 1:0-Führung, doch in der Folge blieb der SVF am Drücker. Zunächst parierte Pingel gegen Christian Grunert (50.), doch immer wieder fand Friedersdorf die Lücken in der SSV-Abwehr. "Wir hatten Probleme auf der Sechserposition und haben zu wenig miteinander gesprochen", monierte Fiedler. Die Quittung dafür erhielten seine Schützlinge in der 58. Minute, als Pingel den Schuss von Grunert zunächst noch abwehrte, der Abpraller aber bei Philipp Anton landete, der aus spitzem Winkel zum 1:1-Ausgleich verwandelte.

In der Folge verhinderte nach einem langen Ball das Aluminium die Führung für den SVF, als Pingel zu weit vor dem Kasten stand. Als Friedersdorf mutiger und offensiver wurde, gelangen dem SSV ein Ballgewinn und ein Konter, den Mentzel zur 2:1-Führung abschloss. In den letzten 15 Minuten bestimmte Friedersdorf das Geschehen, doch das Team ließ seine Chancen liegen beziehungsweise wehrten die Gäste erfolgreich ab.

Trotz des knappen Erfolgs war Fiedler zufrieden, zumal er personell erneut umbauen musste. Enrico Palm war unter der Woche erkrankt, er stellte sich aber in den Dienst der Mannschaft und wurde eingewechselt. Patrick Ebeling plagt sich noch mit Knieproblemen und konnte ebenfalls geschont werden. Zudem durfte Mathias Braunert, der aus beruflichen Gründen wenig trainieren konnte, wertvolle Spielpraxis sammeln. "Dafür muss man so ein Spiel auch mal nutzen können."

Schönebecker SV: Pingel - Braunert, Kellermann, Kühn, Bruchmüller, Neumann, Hellige (74. Sommer), Mentzel (90. Kauczor), Döring (55. Palm), Schuller, Wagner

Tore: 0:1 Thomas Hellige (49.), 1:1 Philipp Anton (58.), 1:2 Florian Mentzel (65.); SR: Winfried Bohrmann, ZS: 87