Gnadau (nrc) l Wenn die SG Gnadau (14.) morgen um 15 Uhr den heimischen Rasen betritt, dann trifft sie auf einen völlig unbekannten Gegner. Gegen Blau-Weiß Neuenhofe (6.) hat man bisher noch keine Partie bestritten. Somit werden die ersten Minuten der ersten Hälfte in dieser Fußball-Landesklasse-Partie "ein gegenseitiges Belauern werden", wie SGG-Trainer Sebastian Pape einschätzt.

Seine Elf "will sich aus eigener Kraft aus der Misere ziehen", die derzeit Tabellenkeller heißt. "Daher schauen wir nicht auf andere Teams", erklärt der Coach. Zusätzlichen Druck baut er allerdings nicht auf. "Wir haben viele erfahrene Spieler in unseren Reihen, die wissen, worum es geht". Es geht um den ersten Dreier der Saison und "den wollen wir unbedingt einfahren."

Dass der Gegner ein vollkommen Unbekannter ist, stört Pape nicht. "Es wird dennoch ein offener Schlagabtausch. Sobald das Abtasten vorbei ist, wird es wohl schnell in die Offensive gehen." Bevor es soweit ist, will Gnadau aber erst einmal hinten sicher stehen und abwarten, welche Überraschungen der Gegner auf Lager hat.

Auf einen vollen Kader kann der Coach allerdings nicht zählen. So muss beispielsweise Marcus Rasche, der in den letzten beiden Partien für die Treffer bei den Gnadauern sorgte, eine Gelb-Rot-Sperre absitzen. Daher werden vorn wohl vor allem Spieler wie Heiko Ladebeck gefragt sein, der sich bisher zwar immer gute Chancen erarbeitet hat, sich aber bisher noch nicht belohnen konnte.

Auf einen speziellen Akteur bei Neuenhofe muss Gnadau nicht achten. Die Blau-Weißen haben derzeit mit einem Torverhältnis von 7:7 ein recht ausgeglichenes Verhältnis von Angriff-Abwehr.

Es fehlen: Danny Wenzel (fraglich), Marcus Rasche, Sven Nicolaus (beide gesperrt); SR: Franz Julius Deelmann (Magdeburg)