Wernigeode (fna) l Gänsehaut gab es bereits vor dem Anpfiff. Die knapp 70 mitgereisten Fans der TSG Calbe sorgten in Wernigerode für echte Heimspielatmosphäre, beim Auflaufen der Mannschaften waren die Zuschauer der Gastgeber bereits kaltgestellt. Dies übertrug sich auf die Handballer, die in der Sachsen-Anhalt-Liga mit 21:19 (11:6) die Oberhand behielten. "Das war eine super Atmosphäre", lobte auch Trainer Peter Weiß.

Der HVW erzielte zwar den ersten Treffer der Partie, er fand in der Folge aber praktisch nicht mehr statt. Nach dem 1:1-Ausgleich (3.) ließ die TSG nur noch vier Treffer aus dem Feld und einen Strafwurf zu und zog zum 11:6 davon. "Die Deckung in Zusammenarbeit mit dem Torhüter funktionierte super", sagte Weiß. Keeper Daniel Bertram hatte einen starken Tag erwischt, parierte insgesamt 17 Würfe auf seinen Kasten.

In der Offensive hielten sich die Fehler der Gäste in Grenzen. Zwar "hatten wir in der zweiten Hälfte unsere zehn Minuten", doch diese Schwächephase "haben wir gut über die Runde gebracht". Nach 45 Minuten entlastete zudem "die Jugendbrigade" mit Lucas Marschall, Niclas Kaiser, Daniel Gieraths oder Maximilian Weiß die Leistungsträger. "Sie haben für viel Tempo gesorgt und ihre Aufgaben gut gelöst."

Als es aufgrund strittiger Schiedsrichter-Entscheidungen beim 18:20 noch einmal brenzlig wurde, blieb die TSG clever und brachte den Sieg über die Zeit. "Ich hatte nie das Gefühl, dass es in die Hose gehen könnte." Spätestens das 21:18 durch Kaiser sorgte dann auch auf den Rängen für die richtige Atmosphäre.

Calbe: Wiederhold, Bertram - Barby (2), Kause (5), Gieraths, Hulha (1), Kaiser (3), Marschall, Weiß (2), Sowa (4), F. Kralik, Hübner (4)

Siebenmeter: Wernigerode 4/4 - Calbe 9/6; Zeitstrafen: Wernigerode 7 - Calbe 5; Rot: Norman Hoffmann (52. Minute) -Wernigerode-