Bernburg (fkr/nrc) l In der Bernburger Eichenweg-Halle fand die erste Runde der G-Junioren (Jahrgang 2008 und jünger) des Kreisfachverband Fußball Salzland (KFV) statt. Vor vollen Zuschauerrängen spielten zehn Mannschaften parallel in zwei Gruppen auf zwei Feldern (22- mal 20 Meter, getrennt durch eine Wand) gegeneinander. Im Vordergrund standen die Freude und das Lernen beim Fußballspielen. Daher gab es zwar Endergebnisse, die sich aber in keiner Tabelle mit Siegern oder Verlierern wiederfanden.

In der Staffel A endeten von zehn Spielen gleich acht mit einem Unentschieden bei zehn erzielten Toren. In der Staffel B ging es mit 23 Treffern torreicher zu, wobei es hier nur ein Unentschieden gab. "Wir verzichteten bewusst auf eine Tabelle mit Platz eins und so weiter. Wir wollten den Trainern die Möglichkeit geben, allen Spielern annähernd gleiche Einsatzmöglichkeiten zu geben, ohne zu riskieren, Letzter zu werden. Wenn wir einen Sieger küren würden, kämen doch fast nur die besten Spieler zum Einsatz. Die kleine Spielfeldgröße ist bewusst gewählt, um viele Ballkontakte zwischen den Kindern zu ermöglichen und zahlreiche Tore zu sehen, zumal das auch eine Empfehlung des Deutschen Fußballbunds ist", begründete Helmut Lampe, Jugend-Obmann des KFV die Gestaltung des Turniers. "Je größer das Feld, umso mehr Kinder stehen unbeteiligt rum. Wir konnten auf den kleinen Feldern schön sehen, dass alle Teilnehmer in Bewegung waren", fügte er hinzu.

Es gab an diesem Tag somit nur Gewinner und alle 90 Kinder gingen mit einer Goldmedaille nach Hause. Am 14. Februar 2015 ist eine weitere Runde geplant. Bei fast allen Trainern und Eltern kam diese neue Form des Fußballspielens gut an. Es gab keine weinenden Kinder, sondern nur strahlende Gesichter.

Auch die Trainer waren sehr zufrieden. "Medaillen für alle, super. Den Kinder machte es viel Spaß", freute sich Christian Büttner (SV Einheit Bernburg). Olaf Nürnberg (Schneidlingen) sagte: "Tolle Sache. Ein guter Modus mit kleinen Toren und einem idealen Spielfeld." Chris Tromski (Schönebecker SC) fügte hinzu: "Die Tore sind vielleicht etwas zu klein, aber uns und den Kindern gefällt es. Wir sind alle zufrieden." Und Karsten Futterer (Löderburg) lobte: "Ich finde es gut, dass es Medaillen für alle gibt und keinen Sieger. Die Kinder freuen sich und waren doppelt motiviert."

Es gab aber auch die ein oder andere Kritik. So merkte Ulrike Quasthoff (Staßfurt) an: "Keine Wertung ist ungünstig. Aber die Spielfeldgröße und Form sind in Ordnung."