Borne/Calbe l Ein Derby, das es schon lange nicht mehr gab. Wenn heute ab 17 Uhr die TSG Calbe den SV Germania Borne in der Heger-Sporthalle empfängt, erinnern sich womöglich nur noch echte Handball-Puristen an ein Aufeinandertreffen beider Teams. Peter Weiß, der TSG-Trainer, geht sogar noch etwas weiter: "Ich habe meine Unterlagen gewälzt, aber nichts gefunden. Ich kenne Borne nur noch aus einer Zeit, in der ich selbst aktiv war." Und auch bei der SVG tut man sich womöglich schwer, sich an ein Duell der beiden Teams in der jüngeren Vergangenheit zu erinnern. Und so begeben sich beide Mannschaften in unbekanntes Terrain.

Die Gastgeber dürften mit viel Selbstvertrauen in die Partie gehen, schließlich sicherten sie sich mit einer Rumpftruppe in Wittenberg-Piesteritz durch einen klaren Sieg den Einzug in die nächste Runde des HVSA-Pokals. Zudem "wollen wir vor heimischem Publikum zeigen, dass die Niederlage in Landsberg nur ein Ausrutscher war", betont Weiß. Nach einer desolaten Leistung kassierten die Saalestädter eine 17:20-Pleite und ihre zweite Saisonniederlage.

Die Gäste hingegen hadern in dieser Spielzeit vor allem mit der Offensive. 185 Treffer in acht Partien bedeuten die schlechtesten Wert aller Teams in der Liga. Und nun trifft diese in einem Derby, das es schon lange nicht mehr gab, ausgerechnet auf die stärkste Abwehr der Sachsen-Anhalt-Liga (178 Gegentreffer).